Zukunft der Ads
© Cope
Pierre Greber (r.) von Cope führte durch das Format, Markus Lauscher und Maresa Wolkenstein hielten die Vorträge.
MARKETING & MEDIA Redaktion 09.10.2026

Zukunft der Ads

Digital Innovation Session: Cope zeigte, wie KI, Attention und First Party-Daten die Online-Werbung verändern.

WIEN. Wie verändern KI, neue Messgrößen und First-Party-Daten die Online-Werbung? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Digital Innovation Session der Cope Content Performance Group am 30. September in Wien. Maresa Wolkenstein, Head of Research & Development, und Markus Lauscher, Head of Ad Technology & Strategy, beleuchteten unter anderem Attention-Metriken, Agentic Advertising, AdTech-Tools und Generative Engine Optimization (GEO).

Agenten im Media Buying
Beim Agentic Advertising übernehmen Buyer- und Seller-Agents künftig Teile der Kampagnenabwicklung. Laut einer Live-Umfrage unter den Teilnehmern rechnen 45% damit, dass das in Österreich bis 2028 so weit ist. Cope startet bereits im Oktober mit Live-Tests von Seller Agents für das eigene Inventar. „Der Mensch muss die Leitplanken setzen, nach denen Agenten arbeiten“, so Lauscher.
Auch Brand Safety-Tools standen im Fokus. Anhand konkreter Beispiele zeigte Cope, dass automatisierte Klassifizierungen zu Fehlbewertungen führen können: So wurde etwa ein Kaiserschmarrn-Rezept wegen in Rum eingelegter Rosinen der Kategorie „Drogen/Alkohol“ zugeordnet. „Kuratierte Listen globaler Anbieter können den heimischen Markt nicht abbilden“, sagt Chief Client Officer Pierre Greber.

Daten und Aufmerksamkeit
Wolkenstein thematisierte zudem die wachsende Bedeutung von Attention-Metriken und First Party-Daten. Die Cope-Lösung Ocean arbeitet mit consentbasierten Zielgruppensignalen. Laut Cope erzielte deren Einsatz bei Kampagnen unter anderem eine um 200% höhere Click Through-Rate im Health-Bereich. „First Party-Daten sind komplex. Aber sie sind die Chance, das Steuer im digitalen Werbemarkt wieder in die Hand zu nehmen.“
Beim Thema GEO verwies Cope auf die Bedeutung von Publishern für die Sichtbarkeit von Marken in KI-Antworten. Demnach liefern glaubwürdige Drittseiten wichtige Signale für KI-Systeme. Die nächste Digital Innovation Session am 25. November widmet sich GEO und den Marketingtrends 2027. (red)

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