Studie: KI könnte Österreichs Wertschöpfung um bis zu 18 Prozent steigern
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Hermann Erlach, General Manager Microsoft Österreich, Alexander Pröll, Staatssekretär für Digitalisierung, und Christian Helmenstein, Leiter von Economica (v.l.).
MARKETING & MEDIA Redaktion 08.09.2026

Studie: KI könnte Österreichs Wertschöpfung um bis zu 18 Prozent steigern

Eine Studie von Economica im Auftrag von Microsoft Österreich untersucht, wo der Einsatz Künstlicher Intelligenz die größten wirtschaftlichen Effekte erzielen könnte. Besonders hohe Potenziale sieht sie in Industrie, Handel und Finanzwirtschaft.

WIEN. Künstliche Intelligenz könnte die Bruttowertschöpfung in Österreich um bis zu 18 Prozent steigern. Das entspricht einem zusätzlichen Wertschöpfungspotenzial von rund 72 Mrd. Euro beziehungsweise einer Entlastung von bis zu 2,24 Mrd. Arbeitsstunden. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie von Economica aus dem Jahr 2024. Eine aktuelle Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstituts im Auftrag von Microsoft Österreich analysiert nun, in welchen Bereichen die größten Hebel zur Ausschöpfung dieses Potenzials liegen.

Vier Bereiche mit besonders hohem Potenzial
Auf die Herstellung von Waren, den Handel, das Finanz- und Versicherungswesen sowie freiberufliche und technische Dienstleistungen entfallen der Studie zufolge zusammen 54,9 Prozent des gesamten KI-Potenzials. Den größten Einzelbeitrag könnte die Industrie mit 19,8 Mrd. Euro leisten, gefolgt vom Handel mit neun Mrd. Euro.

Auch nach Berufsgruppen zeigt sich eine Konzentration: Akademische Berufe, Technikerinnen und Techniker sowie Handwerksberufe vereinen 58,4 Prozent des errechneten Potenzials und könnten gemeinsam rund 42 Mrd. Euro zur zusätzlichen Wertschöpfung beitragen.

Potenzial im öffentlichen Sektor
Auch für die öffentliche Verwaltung, Bildung sowie das Gesundheits- und Sozialwesen sieht die Studie Einsatzmöglichkeiten. Diese Bereiche stehen gemeinsam für 19,4 Prozent der österreichischen Wirtschaftsleistung und beschäftigen 25,1 Prozent aller Erwerbstätigen.

„Die Ergebnisse zeigen, dass sich Österreichs KI-Potenzial auf einige besonders relevante Hebel konzentriert. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Ausschöpfung dieses Potenzials sowohl breit einsetzbare Anwendungen als auch spezialisierte Lösungen für einzelne Branchen und Berufe erfordert. Standardisierte Anwendungen können große Effizienzgewinne ermöglichen, während spezialisierte Tätigkeiten maßgeschneiderte Ansätze benötigen“, sagt Economica-Leiter Christian Helmenstein.

Infrastruktur und Kompetenzen
Für eine stärkere Nutzung von KI nennt die Studie unter anderem Investitionen in digitale Infrastruktur, Qualifizierung und regulatorische Rahmenbedingungen als Voraussetzungen. Österreich weist laut dem Microsoft AI Diffusion Index derzeit eine KI-Nutzungsrate von 34,1 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung auf und liegt damit weltweit auf Rang 18. (red)

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