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4.000 Einsätze und 37.000 Arbeitsstunden für Österreichs Wasserqualität © TÜV Austria
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Redaktion 22.03.2021

4.000 Einsätze und 37.000 Arbeitsstunden für Österreichs Wasserqualität

Die Kompetenz des TÜV Austria im Bereich Wasser reicht von der Erkundung, Erschließung und Bilanzierung, über die Ver- und Entsorgung bis zur Wasserhygiene, Qualitätssicherung und -kontrolle.

WIEN. Langanhaltende Trockenperioden bzw. vermehrte Starkregenereignisse machen, bedingt durch den Klimawandel, auch vor Österreich nicht Halt. Beides bedeutet eine enorme Herausforderung für Verantwortliche in der Trink- und Nutzwasserversorgung.

Die Wasserbauingenieure, Brunnenmeister, Chemiker, Biologen und Geologen von TÜV Austria Group-Member Moser Wasser unterstützen in der Erkundung und Erschließung von verfügbarem Wasserdargebot, stehen aber auch bei der Sanierung, etwa von alten oder schlecht gepflegten Quellfassungen oder Brunnen, bzw. mikrobiologischen Verunreinigungen nach Starkregen mit ihrer Expertise zur Seite.

Dazu komme, so Thomas Fleischanderl, TÜV Austria Business Unit Leiter Umweltschutz und Geschäftsführer von Moser Wasser, dass viele Wasserversorgungsanlagen über Jahrzehnte gewachsen seien. „Das zugehörige Verteilernetz erfordert ein kompetentes Design, nachhaltige Investitionen, professionelle Betriebsführung und permanente Wartung.“ Bei anstehenden Erweiterungen und Erneuerungen zur Erhaltung des sicheren und wirtschaftlichen Betriebs führe die Salzburger TÜV Austria-Tochter für Wassergenossenschaften netzhydraulische Berechnungen und eine hydraulische Analyse mittels Rohrnetzberechnung durch, erklärt der Umwelttechnikexperte aus Leonding.

Infrastrukturelle Unterstützung für kleine Wassergenossenschaften und Gemeinden
Die Digitalisierung hat mittlerweile auch im Bereich der Trinkwasserversorgung Einzug gehalten. TÜV Austria bietet hier für kleine Wassergenossenschaften bzw. Gemeinden infrastrukturelle Unterstützung an. Fleischanderl: „Füllstands-, Zulauf oder Entnahmemessungen, die Anzeige von Betriebszuständen der verbauten Aggregate, sowie die Protokollierung, Fernüberwachung und mobile Anbindung ist für große Wassergenossenschaften mittlerweile Standard.“ Fleischanderl nennt die Initialkosten für den Einstieg in ein vollwertiges Prozessleitsystem eine oftmals unüberwindbare finanzielle Hürde für kleine Wassergenossenschaften und Gemeinden: „Wir bieten eine Infrastruktur zur kostengünstigen Einbindung von Kleinanlagen. Das Prozessleitsystem wird auf Servern in Österreich betrieben, die Kleinanlagen verschlüsselt über das Internet angebunden und ein Fernzugriff eingerichtet – ohne Wartungsaufwand für Hard- oder Software.“

Tourismus und Freizeitwirtschaft: Mit TÜV Austria sicher durch Corona-Pandemie
Durch die Corona-Pandemie stehen viele Gebäude und Betriebe, vor allem im Bereich der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, über viele Monate still – mit großen Auswirkungen auf eine legionellenfreie Trinkwasserversorgung. Thomas Fleischanderl: „Bei längeren Betriebsunterbrechungen sind je nach Anlage individuelle Maßnahmen einzuleiten, damit nach der Wiederinbetriebnahme keine Gefährdung der menschlichen Gesundheit vom Trinkwasser ausgeht. Die Hygiene-Experten der TÜV Austria Group beraten individuell, welche Maßnahmen in der aktuellen Situation sinnvoll und kostensparend umgesetzt werden können, damit sicheres Trinkwasser geliefert werden kann.“

TÜV Austria entwickelt Qualitätssicherungssysteme im Bereich Hygiene
TÜV Austria beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Wasserhygiene unter besonderer Berücksichtigung der Legionellenprophylaxe. Im Bereich Hygiene entwickelt Österreichs einziger TÜV national und international anlagenspezifische Qualitätssicherungssysteme, die es Anlagenbetreibern, die auf gesetzlicher Basis für die hygienisch einwandfreie Qualität des Wassers verantwortlich sind, ermöglichen, alle gesetzlichen und normativen Vorgaben in Zusammenhang mit der Trinkwasserhygiene einzuhalten.
TÜV Austria-Experten überprüfen und betreuen dabei Wassersysteme jeglicher Art, von denen eine Gesundheitsgefährdung ausgehen kann: Trinkwassersysteme in Pflege- und Altenheimen, in Hotels, Freizeiteinrichtungen, in Wohnanlagen, öffentlichen Gebäuden wie z. B. Schulen, Kindergärten, Universitäten, in Industrie- und Gewerbebetrieben.

Im Vorjahr waren Thomas Fleischanderl und sein Team in mehr als 4.000 Einsätzen und 37.000 Arbeitsstunden im Dienst von Umweltschutz und Wasserqualität in Österreich tätig. (red)

www.tuvaustria.com/wasser

 

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