WIEN. Im vergangenen Jahr wurden in Wien insgesamt über 15.000 t Kunststoff- und Metallverpackungen in der Gelben Tonne bzw. dem Gelben Sack gesammelt – die Nettosammelmenge stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 14%.
Vor dem Hintergrund der Einführung des Einwegpfands per 1. Jänner 2025 mutet dieser Anstieg überraschend an – er ist seitens der Altstoff Recycling Austria (ARA) und der MA 48 der Stadt Wien aber kein Zufall, sondern eine direkte Folge der konsequenten Ausweitung der Leichtverpackungssammlung und gezielter Bewusstseinsbildung.
Ausweitung als Schlüssel
„Wien zeigt eindrucksvoll, dass Kreislaufwirtschaft im urbanen Alltag funktioniert, wenn alle an einem Strang ziehen. Jede korrekt getrennte Verpackung sichert wertvolle Rohstoffe für den Wertstoffkreislauf und reduziert den Bedarf an natürlichen Ressourcen. Abfalltrennung ist ein kleiner Handgriff im Alltag, der große Wirkung für Umwelt und Wirtschaft hat“, erklärt ARA-Vorstandssprecher Harald Hauke.
Ein wichtiger Meilenstein für die Kreislaufwirtschaft sei die Ausweitung der Sammlung auf alle Kunststoffverpackungen gewesen – seit 2023 werden diese gemeinsam mit Metallverpackungen erfasst.
Geschlossen befürwortet
Dass das Sammelsystem von der Bevölkerung angenommen wird, zeigte zuletzt eine Imas-Studie von Ende 2025, die im Auftrag der ARA durchgeführt wurde: Demnach bewerten 92% der Wiener die Idee der getrennten Sammlung von Verpackungen mit „sehr gut“ oder „gut“. Damit liegt die Bundeshauptstadt über dem österreichweiten Durchschnitt von 91%. Gleichzeitig gab knapp ein Drittel der Befragten an, künftig noch mehr beziehungsweise noch genauer trennen zu wollen – ein Wert, der ebenfalls über dem österreichischen Durchschnitt liegt. (red)
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