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Beim Eierkauf zählt die Herkunft  Panthermedia_net_Markus_Mainka
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Redaktion 09.03.2016

Beim Eierkauf zählt die Herkunft

Die Österreichischen Eierdatenbank sorgt seit vier Jahren für Transparenz

Wien. Ostern steht vor der Tür und damit die Hochsaison für alle Eierproduzenten im Land. Und wie eine aktuelle Motivanalyse der AMA zeigt, achten die Konsumenten genau darauf, was in den Osterkorb kommt. Für mehr als ein Drittel der Befragten ist sie wichtigstes Kriterium beim Kauf von Frischeiern. Danach folgen Herkunft, Frische und Preis. Acht von zehn Befragten wünschen sich eine transparente Deklaration der Haltungsform und der Herkunft auch in Verarbeitungsprodukten. Auch beim Besuch in der Gastronomie wäre es jedem zweiten Gast wichtig bzw. sehr wichtig, zu wissen, welche Eier in der Küche verwendet werden.

Für Transparenz sorgt seit nun bereits vier Jahren die Österreichischen Eierdatenbank. Auf der Internet-Plattform sind alle Eier erfasst, auch Ostereier. „Die Eierdatenbank ist nicht mehr wegzudenken. Sie schafft einen klaren Mehrwert bei Nachvollziehbarkeit und Transparenz“, erklärt Martin Greßl, Leiter des AMA-Qualitätsmanagements und Obmann der Österreichischen Eierdatenbank. Rund neunzig Prozent der Frischeier am Markt sind in der Eierdatenbank erfasst. Dabei handelt es sich um ein freiwilliges System. Für Teilnehmer am AMA-Gütesiegel und AMA-Biosiegel und „tierschutzgeprüft“-Betriebe ist die Meldung allerdings verpflichtend. Sämtliche Warenströme von Landwirten an Packstellen und an den Handel müssen von Lieferscheinen mit allen relevanten Angaben begleitet werden. Diese Daten werden in der Eierdatenbank erfasst und regelmäßig von unabhängigen Stellen kontrolliert.

Löwenanteil entfällt auf Bodenhaltung

Im vergangenen Jahr wurden 720 Mio. Frischeier im Wert von 177 Mio. € gekauft. Knapp achtzig Prozent laufen über den Lebensmittelhandel, der Rest über alternative Bezugsquellen wie Ab-Hof-Verkauf oder Zustellung. Eier sind aber auch ein Zugpferd im Diskont, denn die Hälfte aller Eier wird bei Diskontern gekauft. Nach Haltungsform gerankt nimmt die Bodenhaltung noch immer den Löwenanteil mit 66 Prozent ein, 23 Prozent entfallen auf Freilandhaltung, knapp elf Prozent auf Bio-Haltung. Wertmäßig beträgt der Bio-Anteil 18 Prozent. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern liegt in Österreich jährlich bei 234 Stück. Rund um Ostern wird dabei ein Zehntel des Jahresverbrauches (siebzig Millionen Eier) verspeist. 4,10 € gibt ein Haushalt pro Monat durchschnittlich für Eier aus. Ein Bio-Ei kostet im Durchschnitt 41 Cent, ein Ei aus Freilandhaltung 29 Cent, aus Bodenhaltung 20 Cent. (red)

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