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Danone-Pudding steht stramm Danone
Danone

Redaktion 23.02.2016

Danone-Pudding steht stramm

Dennoch: Konzern stellt sich auf härtere Zeiten ein

Paris. Der französische Lebensmittelkonzern Danone rechnet mit Zuwächsen in 2016. Und das nicht zu knapp: Der Umsatz soll 2016 bereinigt um Währungseffekte um 3 bis 5 Prozent zulegen und auch die operative Marge soll sich "solide" verbessern. Bereits 2015 wurde um 4,4 Prozent mehr umgesetzt und eine Marge von 12,91 Prozent erzielt.

In 2015 haben niedrigere Milchpreise und Sparmaßnahmen das Gewinnplus bewirkt. Unterm Strich blieb ein Gewinn von knapp 1,3 Mrd. Euro, um 14,6 Prozent mehr als 2014. Der Umsatz kletterte 2015 währungsbereinigt um 4,4 Prozent auf 22,4 Mrd. Euro.

Gut lief auch das Wasser-Geschäft mit den Marken Evian und Volvic. Am kräftigsten wuchs Danone bei Säuglingsnahrung (Aptamil, Milupa). Hier profitiert das Unternehmen davon, dass viele Chinesen Milchpulver im Ausland ordern, nachdem ein Skandal um verunreinigte Babynahrung das Vertrauen in die heimischen Hersteller erschüttert hat. Niedrige Milchpreise halfen zudem der Joghurt-Sparte (Actimel, Activia, Fruchtzwerge) auf die Sprünge.

Warnung trotz positiver Bilanz

Trotz somit makelloser Bilanz jenes Konzerns, der im Food-Bereich an vierter Stelle hinter Nestlé, Unilever und Heineken liegt, verpasst sich das Unternehmen eine eher ängstliche Fruchtzwergperspektive in Sachen Zukunft: In Europa gebe es einen brüchigen, wenn nicht sogar deflationären Konsumententrend, die wirtschaftlichen Bedingungen stehen somit auf „schwierig“. Auch schwierig: die Märkte Russland, China und Brasilien. Zudem rechnen die Franzosen wieder mit anziehenden Milchpreisen. Mit seinen Sorgen bezüglich der Weltwirtschaft steht Danone übrigens nicht allein da. Konkurrenten wie Nestlé und Unilever stellen sich ebenfalls auf härte Marktbedingungen ein. (APA/nov)

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