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Der grünste Billa Plus Österreichs eröffnet in Baden © Billa
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Redaktion 27.10.2022

Der grünste Billa Plus Österreichs eröffnet in Baden

Der Markt zeichnet sich durch eine nachhaltige Bauweise und energieeffiziente Maßnahmen wie einer Photovoltaik-Anlage, Dach- und Fassadenbegrünung sowie einer Holzverkleidung aus.

WR. NEUDORF. Nach drei Monaten Umbauzeit eröffnet der Billa Plus in Baden seine Türen und gilt mit seinen Maßnahmen im Sinne der Nachhaltigkeit als grünster Billa Plus Österreichs: So spielte u. a. der energiesparende Marktbetrieb, die Errichtung einer PV-Anlage sowie E-Ladestationen eine entscheidende Rolle. Die extensive Begrünung von Dach und Fassade und eine Blühwiese sowie ein Insektenhotel tragen zu einem kühlenden Mikroklima der Umgebung bei.

„Der Schutz unserer Umwelt, auf die wir als Lebensmittelhändler maßgeblich angewiesen sind, ist ein wichtiger Teil unserer täglichen Arbeit. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden. Auf diesem Weg ist es daher wesentlich, wirtschaftliche Maßnahmen wie die nachhaltige Bauweise und den energieeffizienten Betrieb unserer Märkte voranzutreiben. Der Billa Plus in Baden gilt als Vorzeigeprojekt und darauf sind wir sehr stolz“, erklärt Robert Nagele, Billa Vorstand Ressort Immobilien.

Grünstrom und energiesparender Marktbetrieb
Ein besonderes Highlight des Billa Plus Marktes ist die neue Dachbegrünung auf einer Fläche von 100 m2. Bei der Begrünung der Fassade wurde ebenso an eine zusätzliche Nutzung und das leibliche Wohl gedacht, denn hier wurde Hopfen der Sorte Hallertaler Tradition gepflanzt. In Kooperation mit der Ottakringer Brauerei wird der Hopfen zur Herstellung eines lokalen Spezialbieres verwendet, das im Markt erhältlich sein wird. An Dach und Fassade befindet sich eine 170 m² große Photovoltaikanlage, die über eine Leistung von 31 kWp verfügt. Der jährlich erzeugte Strom von rund 32.700 kWh entsprichtetwa dem Verbrauch von rund sieben Haushalten und wird gänzlich für die Deckung des Eigenbedarfs des Marktes verwendet. Für die restliche Stromversorgung wird auf Grünstrom aus Österreich zurückgegriffen. Der Einsatz von CO2 als natürliches Kältemittel für Normal- und Tiefkühlung, eine geringe Kälteleistung durch Wandkühlmöbel mit Türen sowie die Deckung des vollständigen Heizwärmebedarfs durch Wärmerückgewinnung senken den Energiebedarf um bis zu 30 Prozent. Zudem wird das gesamte Gebäude innen sowie außen mittels LED beleuchtet.

„Billa zählt zu den wichtigsten Nahversorgern Österreichs in der Stadt und im ländlichen Raum. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst, daher ist es uns ein wichtiges Anliegen, gezielte Maßnahmen im Bereich Energie und Umwelt zu setzen, sowohl in der regionalen Sortimentsauswahl als auch in der nachhaltigen Gestaltung unserer Märkte – wie dieser besondere Billa Plus Markt hier in Baden eindrucksvoll zeigt. Mit der Aufrüstung modernster Kühlmöbeln und Photovoltaik-Anlagen leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Energieeffizienz, zudem kommen ausschließlich Grünstrom und natürliche Kältemittel zum Einsatz“, so Billa Vertriebsdirektor Stefan Weinlich.

Im Zuge des Umbaus wurden das Vordach und die Fassade sowie die beiden Einkaufswagen-Remisen auf den Parkflächen mit heimischem Fichten- und Lärchenholz verkleidet. Auf dem Parkplatz gibt es zudem vier Ladestationen für E-Autos mit einer maximalen Ladeleistung von 300 kW und acht Lademöglichkeiten für E-Bikes. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft gibt es im Markt zudem eine Leergutrücknahme für PET-Flaschen und Aludosen.

Schwerpunkt auf Regionalität und Frische im Sortiment
Einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung leistet der wiedereröffnete Standort durch sein breites Sortiment an regionalen und lokalen Lebensmitteln. „Unsere Kund:innen greifen gerne zu Lebensmitteln von Betrieben, die aus ihrer unmittelbaren Nachbarschaft stammen,. Das freut uns natürlich umso mehr, da wir so auch kleineren Lieferant:innen eine Bühne für die Präsentation ihrer Produkte bieten können. So gibt es bei uns im Markt beispielsweise Moniletti Maisstangerl aus Würflach, Apfel-Karottensaft von Land-drink Krenn aus Furth an der Triesting oder Kräuter Sternderl von Green Sheep aus Scheltern, um eine kleine Auswahl zu nennen“, sagt Nicole Döring, Billa Plus Marktmanagerin in Baden. Auch in der Obst- und Gemüse-Abteilung sind u.a. Kürbisse und Kartoffeln von Preineder, aber auch Zwiebel, Knoblauch, Äpfel und viele weitere Produkte heimischer Produzent:innen erhältlich. Österreichweit arbeitet Billa mit 2.500 regionalen und lokalen Produzent:innen aus den jeweiligen Bundesländern zusammen – das regionale Sortiment umfasst bereits über 25.000 Artikel und wird stetig ausgebaut. Darunter finden sich auch Produkte von über 500 regionalen und lokalen Betrieben aus Niederösterreich.

Innovationen bei Billa Plus in Baden
Ein neues Trend-Regal soll Kund:innen auf innovative Produkte aus der heimischen Startup-Szene aufmerksam machen und lädt zum Probieren von Neuheiten ein. Auch auf individuelle Ernährungsweisen wird im Markt entsprechend eingegangen: Ein eigener Bereich bietet eine Auswahl an rein pflanzlichen Produkten von Hülsenfrüchten und Getreide sowie pflanzlichen Fleisch- und Milchersatzprodukten. Ein besonderes Highlight ist die Nussmuspresse, mit der Kund:innen per Knopfdruck ihr eigenes Nussmus in der gewünschten Menge selbst herstellen können. Darüber hinaus begeistert der wiedereröffnete Billa Plus in Baden mit einer eigenen Drogerie-Abteilung mit rund 5.000 Artikel.

Das neue Marktküchenkonzept mit 60 Sitzplätzen im Innenbereich und 48 Sitzplätzen im Gastgarten lädt Kund:innen zum Verweilen und Genießen ein. Ein neues Beleuchtungskonzept und bequeme Lounges schaffen eine angenehme Wohlfühlatmosphäre mit attraktiver Sicht nach außen. Das Angebot an Speisen reicht von Frühstück über Klassiker der österreichischen Küche bis hin zu Burger und Bowls sowie hausgemachte Mehlspeisen.

Schulprojekt zur Erhaltung der Biodiversität
Neben dem großen Insektenhotel wird beim Marktstandort eine weitläufige Blühwiese von zwei Klassen der Volksschule Uetzgasse-Baden im Rahmen eines naturpädagogischen Projekts mit dem Landschaftspflegeverein Thermenlinie-Wiener Becken angelegt, um weiteren Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Denn eine Besonderheit der Umgebung ist die Vielfalt der unterschiedlichen Insekten- und Pflanzenarten wie der Purpurblauen Steinsame, Österreich-Lein, Karthäuser-Nelke und Goldschopf-Aster. (red)

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