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dm-Aufklärungsprojekt: „Tabuisierung“ der Periode als Umweltproblem © dm/Neumayr

Daniel Ramsbacher-Ranner (dm Sortimentsmanager) und Annemarie Harant (erdbeerwoche-Gründerin) setzen sich für mehr Aufklärung bei Kindern und Jugendlichen ein.

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Daniel Ramsbacher-Ranner (dm Sortimentsmanager) und Annemarie Harant (erdbeerwoche-Gründerin) setzen sich für mehr Aufklärung bei Kindern und Jugendlichen ein.

Redaktion 13.08.2020

dm-Aufklärungsprojekt: „Tabuisierung“ der Periode als Umweltproblem

WIEN/SALZBURG. Die Themen Periode, Zyklus sowie die Monatshygiene gelten vielerorts nach wie vor als Tabuthema - das hat auch ökologische Konsequenzen: zu viele Tampons und Binden landen in der Toilette anstelle des Mistkübels. Das Info-Portal erdbeerwoche, Generation Blue (Wasserplattform des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus) und dm drogerie markt starten gemeinsam eine große Aufklärungskampagne. „Wir bieten in unseren Filialen eine große Auswahl an Monatshygiene-Artikeln an. Viele Periodenprodukte und Feuchttücher landen leider nach wie vor in der Toilette anstatt im Mülleimer und werden so zum Umwelt-Problem. Umweltschutz und Nachhaltigkeit liegen uns sehr am Herzen und deshalb freuen wir uns, die Kampagne ,Periods for Future‘ unterstützen zu können“, sagt Daniel Ramsbacher-Ranner, dm Sortimentsmanager.

Aufklärungsarbeit für Kinder und Jugendliche
Neben allgemeinen Fragen zu den Themen Zyklus, Produkte und Gesundheit soll also bei Mädchen und Frauen auch ein bewussterer Umgang mit der Ressource Wasser, konkret eben in Zusammenhang mit Hygieneartikeln auf Toiletten, geschaffen werden. Dafür steht Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 16 Jahren die interaktive Lernplattform READY FOR RED zur Verfügung, die gemeinsam mit Jugendlichen, (Sexual-)Pädagogen, Frauenärzten und weiteren Experten entwickelt wurde. In vier Levels und über 70 Spielen, Videos und Übungen erfahren Jugendliche alles Wichtige dazu.

Eine erdbeerwoche-Umfrage unter 1.100 Jugendlichen zeigte, warum es speziell Aufklärungsarbeit in diesem Bereich braucht: 60 Prozent der Mädchen haben eine negative Einstellung ihrer Periode gegenüber. Und: 83 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihre Hygieneartikel in der Toilette entsorgen. „Grund dafür ist oftmals Unwissenheit über die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen falsch entsorgter Monatshygiene sowie das Schamgefühl der Mädchen. Genau das wollen wir mit der Kampagne ,Periods for Future, ändern“, erklären Bettina Steinbrugger und Annemarie Harant, die erdbeerwoche-Gründerinnen. (red)

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