Die Weltorganisation für Meteorologie erwartet für die kommenden Monate einen sehr starken El Niño. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Wetterphänomen bis Februar 2027 anhält, liegt demnach bei nahezu 100%. Für die Kaffeeanbauregionen steigt damit das Risiko von Dürren, Überschwemmungen und extremer Hitze.
Auch am Kaffeemarkt sorgt die Entwicklung für Unsicherheit. Nach deutlichen Preisrückgängen bis Juni zogen die Arabica-Preise über den Sommer wieder kräftig an. Die International Coffee Organization führt den Anstieg im August unter anderem auf mögliche negative Auswirkungen von El Niño und ein kurzfristig knappes Arabica-Angebot zurück.
„Extreme Wetterereignisse machen den Kaffeeanbau schwerer planbar. Entscheidend ist deshalb, dass Kaffeebauernfamilien wirtschaftlichen Spielraum haben, um selbst in widerstandsfähigere Anbaumethoden und die Zukunft ihrer Farmen zu investieren“, sagt Hartwig Kirner, Geschäftsführer von Fairtrade Österreich.
Fairtrade erhöht ab 1. Dezember den Mindestpreis für gewaschenen Arabica von 1,80 auf 2,00 US-Dollar pro Pfund. Die Fairtrade-Prämie von 0,20 Dollar und der Bio-Aufschlag von 0,40 Dollar pro Pfund bleiben unverändert. Der Fairtrade-Mindestpreis dient als Untergrenze: Liegt der Marktpreis darüber, wird dieser herangezogen. Im August lag der ICO-Preisindikator für „Other Milds“ bei durchschnittlich 3,61 Dollar pro Pfund.
Rund um den Tag des Kaffees am 1. Oktober veranstaltet Fairtrade Österreich zudem von 14. September bis 10. Oktober die Fairtrade Kaffee-Wochen. Dabei werden unter anderem wöchentlich ein KlimaTicket Österreich und eine Siebträgermaschine verlost.
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