RETAIL
Großhandelspreise im Jahresdurchschnitt 2020 gesunken © Metro Österreich/Benedikt Croy
© Metro Österreich/Benedikt Croy

Redaktion 08.01.2021

Großhandelspreise im Jahresdurchschnitt 2020 gesunken

WIEN. Im Jahresdurchschnitt 2020 lag der Großhandelspreisindex nach vorläufigen Berechnungen von Statistik Austria bei 102,1 Punkten. Verglichen mit dem Jahresdurchschnitt 2019 entspricht das einem Rückgang von 4,1%. Im Vorjahr hatte die Veränderungsrate des Jahresdurch- schnitts ±0,0% betragen. Sinkende Preise verzeichneten im abgelaufenen Jahr hauptsächlich sonstige Mineralölerzeugnisse (-28,4%), Motorenbenzin inkl. Diesel (-16,5%), Häute, Felle und Leder (-10,6%), feste Brennstoffe (-9,6%) sowie Altmaterial und Reststoffe (-9,1%). Gestiegen sind im gleichen Zeitraum vor allem die Preise für Uhren und Schmuck (+16,4%), Zucker, Süßwaren und Backwaren (+3,9%), sonstige Baustoffe (+3,2%) sowie sonstige Nahrungsmittel (+3,0%).

Großhandelspreisindex sank im Dezember 2020 um 2,7% im Vergleich zu Dezember 2019

Im Dezember 2020 erreichte der Großhandelspreisindex (GHPI 2015) 103,1 Punkte. Verglichen mit dem Vorjahresmonat Dezember 2019 entspricht das einem Rückgang von 2,7%; gegenüber dem Vormonat November 2020 gab es einen leichten Anstieg von 1,2%. Im November 2020 hatte die Jahresveränderung noch -3,8% betragen.

Im Vergleich zum Dezember2019 fielen insbesondere die Großhandelspreise für sonstige Mineralölerzeugnisse (-25,3%), lebende Tiere (-19,6%), Motorenbenzin inkl. Diesel (-15,2%) sowie für feste Brennstoffe (-10,7%). Im Vergleichszeitraum verteuerten sich besonders Uhren und Schmuck (+17,2%), Altmaterial und Reststoffe (+14,1%), Getreide, Saatgut und Futtermittel (+7,4%), technische Chemikalien (+4,6%) sowie Eisen und Stahl (+3,5%).

Gegenüber dem Vormonat November2020 stiegen vor allem die Preise für Altmaterial und Reststoffe (+12,5%), sonstige Mineralölerzeugnisse (+7,0%), Motorenbenzin inkl. Diesel (+4,1%) sowie Eisen und Stahl (+3,4%). Billiger wurden in diesem Zeitraum lebende Tiere (-2,4%) sowie Zucker, Süßwaren und Backwaren (-1,3%). (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL