RETAIL
Hermann stellt auf eigenenes Substrat für Pilzzucht um © Neuburger Fleischlos GmbH

Pilzzucht im Vertical Farming.

© Neuburger Fleischlos GmbH

Pilzzucht im Vertical Farming.

Redaktion 11.02.2020

Hermann stellt auf eigenenes Substrat für Pilzzucht um

Ab sofort wird die Herstellung des Substrats in den eigenen Betrieb verlegt, die Pilzprofis züchten ihre Basis für die Produkte nun komplett selbstständig.

ULRICHSBERG. Damit setzt das Unternehmen auf Unabhängigkeit und verringert erneut seinen CO2-Verbrauch. Thomas und Hermann Neuburger arbeiten in ihrem Unternehmen bereits seit 2016 CO2-neutral. Um ihrem eigenen Anspruch nach noch mehr Nachhaltigkeit nachzukommen, wurde die Herstellung des Substrats, des Grundbodens für die Zucht der Kräuterseitlinge nun ins eigene Haus geholt. Bislang bezog man die Basis aus der Schweiz. „Mit der Umstellung auf unser eigenes Substrat liegt der Transportweg bei null. Gleichzeitig können wir durch die eigene Herstellung besser vorausplanen und sind von Lieferanten wiederum ein Stück unabhängiger geworden“, so Hermann Neuburger.

Nachhaltigkeit in jedem Schritt
Bereits die Rohstoffe für die Herstellung des Substrates werden möglichst regional bezogen, um die Transportwege gering zu halten. Sind die Rohstoffe (Holz, Getreide und Stroh) erstmal gemischt, werden die Myzel-Packungen vier Wochen lang bei 22 Grad und 50% Luftfeuchtigkeit gelagert. Durch das Mikroklima in den Packungen durch wächst das Myzelden gesamten Nährboden undkann anschließend auf die Erntephase umgestellt werden, in der die Pilze heraussprießen. In den darauffolgenden zwei Wochen wird die Herbstzeit simuliert, bereits ab Tag fünfkönnen die ersten Kräuterseitlinge per Hand geerntet werden. „Wir arbeiten bei unserer Pilzzucht nach dem Vertical Farming Prinzip, das ist einerseits sehr platzsparend und andererseits sehr energieeffizient. So halten wir unseren CO2 Verbrauch im Minimalbereich“, so Thomas Neuburger, der in den letzten Jahren zum Pilzprofi geworden ist.

50-fache Hektar-Effizienz
Bei der Herstellung der Hermann-Produkte wird gegenüber herkömmlicher Landwirtschaft eine 50-fache Hektar-Effizienz erzielt. Das Unternehmen agiert somit auch deutlich ökologischer als die Fleischerzeugung. Für die Grundlage, die Kräuterseitlinge, werden in Ulrichsberg ab sofort pro Tag bis zu 10 t Substrat hergestellt, daraus ergeben sich ganze 10.000 Substratpackungen, aus denen anschließend die Pilze sprießen.

Auch sonst geht es rund
Der Ausbau der 36 Pilzzuchthallen geht der Fertigstellung entgegen, der Probebetrieb ist bereits angelaufen. In der Zwischenzeit wird mit Hochdruck an demLaunch zweier neuer Produkte gearbeitet, auch weitere Listungen in Österreich und im deutschen Baden-Württemberg wurden bestätigt. Thomas und Hermann Neuburger befinden sich dazu aktuell in konkreten Gesprächenmit den Handelspartnern, der Verkaufsstart ist im Frühjahr geplant. (red)

Über Hermann
Fleischlos, und das mit vollem Genuss – das ist die Idee von Hermann, der vegetarischen Linie von Hermann und Thomas Neuburger. Dahinter stecken die bewusste Entscheidung für einen gesünderen Lebensstil und der Mut, einen eigenen Weg zu gehen: Bio statt Industrie, weniger Fleisch statt viel, qualitative Zutaten statt Chemie. Für die Produktinnovation werden erstmals Kräuterseitlinge als Basis verwendet -hinzu kommen regionale Zutaten aus biologischer Landwirtschaft, aber keine Zusatzstoffe. Die hauseigene Pilzzucht sorgt für eine weitere Verkürzung der Transportwege des Hauptrohstoffes. Im Vordergrund steht nicht der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel, sondern der individuelle Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit und mehr Geschmack -auch an fleischfreien Tagen.

Nähere Informationen inkl. Shop-Finder: www.Hermann.bio

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL