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Kaffeekapsel-Recycling als Best Practice der Kreislaufwirtschaft © Stelzl

Höpperger Geschäftsführer Harald Höpperger, Bundesministerin Margarete Schramböck, Operations & Sustainability Director Nespresso Österreich Marianne Neumüller-Klapper, Nespresso Österreich Geschäftsführer Alessandro Piccinini

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Höpperger Geschäftsführer Harald Höpperger, Bundesministerin Margarete Schramböck, Operations & Sustainability Director Nespresso Österreich Marianne Neumüller-Klapper, Nespresso Österreich Geschäftsführer Alessandro Piccinini

Redaktion 17.03.2022

Kaffeekapsel-Recycling als Best Practice der Kreislaufwirtschaft

WIEN. Die Kreislaufwirtschaft kann nur dann funktionieren, wenn Unternehmen diese proaktiv vorantreiben – und dabei eng mit ihren Partnern zusammenarbeiten. Ein Leuchturmprojekt dieser Art setzen Nespresso Österreich und das Tiroler Familienunternehmen Höpperger gemeinsam um: Sie halten das Aluminium gebrauchter Kaffeekapseln im Kreislauf, damit daraus neue Gegenstände entstehen können. Der Kaffeesud wird zu Biogas und damit erneuerbarer Energie weiterverarbeitet.

„Es sind zukunftsgerichtete Initiativen wie die Zusammenarbeit von Höpperger und Nespresso, die nicht nur ein starkes Zeichen für verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen setzen, sondern durch Wertschöpfung im Land auch den Wirtschaftsstandort Österreich stärken“, so Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

Schramböck unterstreicht zudem die Bedeutung des Engagements von Unternehmen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft: „Unternehmen wie Höpperger sind besonders wichtig für den Ausbau der regionalen Kompetenz in Bezug auf nachhaltige Wirtschaft. Diese ist notwendig, um Kreislauf-Konzepte möglichst umweltschonend auch regional zu ermöglichen.“

Kapsel-Recycling für nachhaltigen Umgang mit Wertstoff Aluminium
Um das Aluminium gebrauchter Kaffeekapseln im Kreislauf zu halten, hat Nespresso bereits 2009 ein eigenes Recycling-System mit mittlerweile über 2.000 Sammelstellen in Boutiquen und Elektrofachhandel, bei Post-Partnern und in Altstoffsammelzentren, davon rund 1.600 auch für Business-Kunden, eingeführt. Durch seine Recycling-Initiativen bietet Nespresso 97% seiner Kunden in Österreich eine Sammelmöglichkeit in unter 5 km Distanz zu ihrem Wohnort. Derzeit liegt die Recyclingrate der Nespresso-Kapseln bei circa 36%.

Ein wichtiger Partner, um die gesammelten Kaffeekapseln zu recyceln, ist das Tiroler Unternehmen Höpperger. Dieses bereitet die Kapseln auf, damit das daraus gewonnene Aluminium für neue Produkte verwendet werden kann. Der Kaffeesud wird zu Biogas verarbeitet und liefert so erneuerbare Energie.

„Aluminium ist sehr recyclingfähig: Es kann beinahe unendlich oft wiederverwertet werden und so sind 75 Prozent des weltweit produzierten Aluminiums immer noch in Gebrauch. Das wirkt sich auch positiv auf die Umwelt aus, denn die Aufbereitung von recyceltem Aluminium erfordert etwa 95 Prozent weniger Energie als die Herstellung von neuem Aluminium“, erläutert Geschäftsführer Harald Höpperger.

Digitalisierung macht Lieferketten nachvollziehbar
Um einen weiteren Aspekt seiner Wertschöpfungskette transparent und damit einfacher nachvollziehbar zu machen, nutzt Nespresso die voranschreitende Digitalisierung. So gibt das Unternehmen in einem Pilotprojekt seit kurzem Einblicke in seine Lieferkette: Der zertifizierte Bio-Kaffee "Reviving Origins: Kahawa ya Congo" ist der erste digital und transparent rückverfolgbare Kaffee von Nespresso. Dafür nutzt Nespresso in Zusammenarbeit mit OpenSC, einem unabhängigen Start-up-Unternehmen, das Potenzial der Blockchain-Technologie – und macht über einen QR-Code in der Kaffeeschleife den Weg des Kaffees von Süd-Kivu bis in die Tasse sichtbar.

„Jeder Sack Kaffee der kongolesischen Kaffeefarmer der AMKA-Genossenschaft erhält eine QR-Code-Etikette und einen digitalen Zwilling. Darüber können Kaffeeliebhaber die acht Stationen unseres Kaffees transparent nachverfolgen – vom Anbau bis in die Tasse. Zudem lässt sich auch nachvollziehen, welche Kaffeemenge von den einzelnen Farmen beigesteuert wird und ob diese bereits die Vergütung dafür erhalten haben“, erklärt Alessandro Piccinini, Geschäftsführer von Nespresso Österreich. „Projekte wie diese werden wir künftig weiter forcieren. Bei uns sind Nachhaltigkeit und Kaffeegenuss untrennbar miteinander verbunden. Transparenz ist ein Schlüsselfaktor in der Nachhaltigkeit, sowohl für uns als Unternehmen als auch für die Konsumenten.“

„Die voranschreitende Digitalisierung und insbesondere der Einsatz von Blockchain-Technologie bietet eine große Chance, Lieferketten effizienter und transparenter zu gestalten, wie das Beispiel der Kooperation von Nespresso und OpenSC eindrucksvoll zeigt“, ergänzt Bundesministerin Schramböck abschließend. (red)

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