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Pflege und Beauty sind hoch im Kurs

Harald Engelmann

Harald Engelmann

daniela prugger 06.04.2017

Pflege und Beauty sind hoch im Kurs

Mehr Umsatz, weniger Standorte – so hat sich der DFH seit der dayli/Schlecker-Pleite entwickelt.

•• Von Daniela Prugger

WIEN. Für Schönheitsbehandlungen und -produkte sowie für Visagisten-Besuche geben die Österreicherinnen und Österreicher durchschnittlich rund 30 € pro Monat aus. Das ergab der „Beauty Report 2016“, eine Umfrage von Marketagent.com. Vom hohen Stellenwert, den Pflege und Kosmetik in der österreichischen Gesellschaft einnehmen, profitieren die ­Drogeriefachhändler seit Jahren.

Größeres Umsatzvolumen
2015 lag der Umsatz des gesamten Drogeriefachhandels bei 1.835 Mio. € und übertraf damit den Umsatz von 2012; damals waren es 1.649 Mio. € (mit dayli/Schlecker). Traditionelle Drogerien und Parfümerien wie „Gewußt wie“ oder Douglas sind im Report „Handel in Österreich 2016“ von The Nielsen Company nicht inkludiert. Die Umsätze umfassen Sortimente eines typischen Drogeriefachhändlers (inkl. Food-Produkte).Die Anzahl der Standorte hat seit der Pleite von dayli/Schlecker abgenommen, von 1.835 im Jahr 2012 auf 1.069 im Jahr 2015 (Quelle: Handel in Österreich 2016, The Nielsen Company).

Kundenvertrauen als Ansporn
Marktführer im österreichischen Drogeriefachhandel ist dm – mit zuletzt 852 Mio. € Umsatz. ­„Umsatzzahlen sind für uns allerdings nie die Zielsetzung, sondern immer eine Folgeerscheinung – nämlich eine Folge davon, dass es gelingt, in vielen Bereichen die Erwartungen und Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen, zu übertreffen und zu veredeln. Dies ist den Menschen in der Wirtschaftsgemeinschaft dm in den letzten Jahren offensichtlich sehr gut gelungen. Darauf sind wir stolz und wir verstehen das Kundenvertrauen als weiteren Ansporn für die tägliche ­Arbeit mit und für unsere Kunden“, so Martin Engelmann, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung.

Bipa macht Platz für dm
Jahrelang war der erstplatzierte Händler in Österreich die Rewe-Tochter Bipa. Neo-Österreich-Chef Marcel Haraszti will nun – nach zahlreichen Personalrochaden – das Ruder bei Bipa herumreißen. Ein neues Shopdesign wurde getestet, die Filialen sind jetzt offener gestaltet.
An der DNA Bipas soll sich nichts ändern. „Bipa steht für Beauty“, sagt Haraszti, „aber wir werden dennoch das Sortiment großzügig umbauen.“ Konkret kommen 2.700 Artikel neu, auch der Foodbereich erhält mehr Gewicht, insbesonders was die gesunden Snacks betrifft.

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