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Plastikmüll: Österreicher sehen Wirtschaft in der Pflicht © SodaStream Deutschland
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Redaktion 28.11.2019

Plastikmüll: Österreicher sehen Wirtschaft in der Pflicht

Umfrage: 75% meinen, dass Einwegverpackungen von Supermärkten nicht akzeptiert werden dürften. Insgesamt 70% sagen: Umwelt vor Wirtschaft.

WIEN. Wird der Blick auf die Umwelt gelenkt, so bereiten Plastikverschmutzung und Klimawandel den Österreichern die größten Sorgen – dieses Ergebnis liefert die neueste ING International Survey der ING in Österreich (www.ing.at).

Umgekehrt wird in fast keinem der 13 in Europa untersuchten Länder der Luftverschmutzung so wenig Augenmerk geschenkt. Nur 8% der Österreicher geben dem Toppriorität.

Bei Frauen ist das Plastikthema deutlich präsenter als bei Männern (45% Frauen, 37% Männer), sind es auch mehr Frauen, die durch das Einkaufen bzw. wegen der Plastikverpackungen stärker damit konfrontiert sind.
Weg von der Plastikverpackung

Bei Plastikverpackungen sollte das Hauptaugenmerk zuerst auf die Vermeidung gelegt werden und dann auf die Wiederverwertbarkeit. So würden 52% der Österreicher sogar eine kürzere Haltbarkeit von Lebensmitteln zugunsten des Umweltschutzes in Kauf nehmen.

Für nachhaltige Verpackungen würden 48% tiefer in die Tasche greifen, 20% aber nicht.

59% gehen davon aus, dass Plastikverpackungen für Lebensmittel in den nächsten zwei Jahren reduziert werden.

Dafür sollte in erster Linie der Lebensmittelhandel in die Pflicht genommen werden. 75% meinen, dass Einwegverpackungen von Supermärkten nicht akzeptiert werden dürften.
Warum eine Bank eine Umfrage zum Umweltschutz macht

Banken müssen ihre Rolle im Klimaschutz viel ernster nehmen“, ist CEO Barbaros Uygun überzeugt. Die ING hat sich selbst ein strenges Umweltprogramm verordnet und ist bereits seit 2007 klimaneutral. Im Bereich der Unternehmensfinanzierungen hat sie den Schwerpunkt Green Finance erfolgreich umgesetzt.

„Die Einstellungen der Menschen zu kennen, Einblick in das zu haben, was sie sorgt und was sie sich von der Wirtschaft erwarten ist wichtig“, ist Uygun überzeugt.

Damit steht die Wirtschaft auch vor rieseigen Herausforderungen, denn nicht mehr das Wachstum hat in den Augen der Bevölkerung Priorität, sondern der Umweltschutz: 70% der Österreicher meinen mittlerweile, dass Umweltanliegen Vorrang haben müssen – auch auf Kosten des Wirtschaftswachstums.

Insgesamt 58% der Österreicher gehen sogar von heftigen Gegenreaktionen seitens der Verbraucher aus, sollten Unternehmen es verabsäumen, wirksame Umweltschutzmaßnahmen zu setzen.
Über die Umfrage

Die Umfrage erfolgte im Rahmen der ING International Survey – einer Studienserie, die im Auftrag der ING Group regelmäßig verschiedene Aspekte rund um die Themen „Sparen, persönliche Finanzen, Digitalisierung/Banking und Wohnen“ beleuchtet. Für die aktuelle Umfrage wurden vom Institut Ipsos online in 13 Ländern Europas (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Spanien, Türkei, Tschechien) sowie den USA und Australien knapp 15.000 Personen ab 18 Jahren befragt. In Österreich wurden über 1.000 Personen befragt. (red)

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