Rekord bei Elektroaltgeräte-Sammlung
© EAK /APA-Fotoservice/Martin Hörmandinger
Valentin Opfermann, Bianca Dvorak, Christian Holzer, Christian Macho auf der EAK Jahrespressekonferenz
RETAIL Redaktion 29.09.2026

Rekord bei Elektroaltgeräte-Sammlung

Österreich hat 2025 mit mehr als 161.000 Tonnen einen neuen Rekord bei der Sammlung von Elektroaltgeräten erreicht. Gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2024 stieg die Menge nochmals um 0,32%. Bei Gerätealtbatterien wurden 3.506 Tonnen gesammelt.

Die Sammelquote bei Elektroaltgeräten liegt nach einer neuen EU-Berechnungsmethode bei rund 90% und damit über der Mindestquote von 85%. Österreich kommt auf eine Sammelleistung von 17 Kilogramm Elektroaltgeräte pro Einwohner. Bei Gerätealtbatterien wurde 2025 eine Sammelquote von 50,7% erreicht, womit die EU-Vorgabe von 45% ebenfalls übertroffen wurde.

Die Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK) sieht bei Batterien allerdings Reformbedarf. Die EU gehe bei der Berechnung pauschal von einer Lebensdauer von drei Jahren aus, während moderne Lithium-Batterien und Akkus häufig bis zu zehn Jahre genutzt würden. „Ein daran angepasster Durchrechnungszeitraum ist daher dringend erforderlich, um die tatsächlichen Stoffströme realitätsnah abzubilden“, erklärt EAK-Geschäftsführer Valentin Opfermann.

Ein zunehmendes Problem bleiben falsch entsorgte Lithium-Batterien. Untersuchungen der Montanuniversität Leoben zufolge landen jährlich hochgerechnet rund 17 Mio. Stück im Restmüll – viermal so viele wie vor zehn Jahren. Von 12. bis 17. Oktober findet deshalb erstmals eine österreichweite „Aktionswoche gegen Batteriebrände“ statt.

Neue Regeln gelten bereits ab 1. Oktober: Händler mit mindestens 25 m² Verkaufsfläche müssen Elektrokleingeräte mit Batterien unter 25 cm auch dann zurücknehmen, wenn kein neues Gerät gekauft wird. Dazu zählen etwa E-Zigaretten. Die EAK erprobt zudem Depotcontainer für Elektrokleingeräte und setzt sich für eine österreichweit einheitliche Rückgabe von E-Zigaretten in Trafiken ein.

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