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Schlumberger: Umzug ins Burgenland frühestens Ende 2022 © Schlumberger AG

Arno Lippert, Vorstandsvorsitzender Schlumberger

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Arno Lippert, Vorstandsvorsitzender Schlumberger

Redaktion 12.08.2019

Schlumberger: Umzug ins Burgenland frühestens Ende 2022

Spatenstich für neue Stätte in Müllendorf soll 2020 folgen.

WIEN/MÜLLENDORF. Sekthersteller Schlumberger plant schon länger, eine neue Produktionsstätte im burgenländischen Müllendorf zu errichten. Der geplante Spatenstich im Juni wurde verschoben, nun peilt man die Grundsteinlegung für das kommende Jahr an. Das Werk soll schließlich Ende 2022 eröffnen – wenn alles nach Plan läuft.

Verschiebung möglich
In Stein gemeißelt ist das allerdings noch nicht: "Wenn alles gutgeht [2022], sonst ein Jahr später", sagte Schlumberger-Chef Arno Lippert zum „Standard“. Einen ähnlichen zeitlichen Horizont signalisierte er gegenüber den "Salzburger Nachrichten "Es gibt eine Verzögerung von mindestens einem Jahr, aber noch keinen Zeitplan." Das ergebe sich unter anderem daraus, dass Österreichs größter Sekterzeuger mit insgesamt rund 250 Mitarbeitern wegen des stark saisonalen Sektgeschäfts nur immer am Ende eines Jahres übersiedeln könne. Dann ist der neue Wein versektet und das Produkt reift in den Kellern.

Ursprünglich wollte das Unternehmen nicht nur die Produktion ins Burgenland verlagern, sondern dort auch ein eigenes Logistikzentrum aufbauen. Letzteres wäre mit der Errichtung eines 33 Meter hohen Regallagers verbunden gewesen, was im letzten Moment an Anrainerprotesten scheiterte. Das Projekt wird seit Mitte Juli redimensioniert.

Geplant war, dass Schlumberger bis Ende 2021 im Wirtschaftspark der Gemeinde Müllendorf an der Südostautobahn A3 nahe Eisenstadt insgesamt 70 Mio. Euro investiert. Durch die Verkleinerung des Projektes werde es nun weniger werden, sagte Lippert zum "Standard". Um wieviel, wisse man noch nicht.

Werk in Wien zu klein
Die Übersiedlung der Produktion mit 60 Arbeitsplätzen ins Burgenland sei auf jeden Fall fix, versicherte der Schlumberger-Chef gegenüber den "SN" und gegenüber dem "Standard". Bisher in Wien beschäftigte Mitarbeiter sollen per Shuttle nach Müllendorf gebracht werden. In Wien sei man zuvor auf der Suche nach einem Standort nicht fündig geworden. Man werde auch ein Auslieferungslager brauchen - statt einer eigenen Logistik werde nun aber weiter mit dem Partner Wildenhofer, einer Salzburger Spedition, gearbeitet. Diese werde die Ware künftig in Müllendorf statt wie bisher in Heiligenstadt abholen, in ihr Zentrallager im niederösterreichischen Achau bringen und von dort österreichweit verteilen.

In Wien-Heiligenstadt verbleiben soll die Unternehmenszentrale. Geplant sei dort auch der Umbau der "Kellerwelten" in ein Besucherzentrum samt Gastronomie. Durch den Ausbau des insgesamt 2,4 Kilometer langen Kellergewölbes soll die Zahl der Besucher von derzeit 25.000 auf etwa 120.000 pro Jahr angehoben werde. In einem ersten Schritt will Schlumberger 1,5 Mio. Euro in das Projekt investieren, das sich aber solange verzögert, bis der Umzug der Produktion ins Burgenland unter Dach und Fach ist. (red)

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