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Tchibo drittgrößter Anbieter von Bio-Baumwolle © Tchibo Eduscho

Harald J. Mayer: Tchibo ist nicht nur in Sachen Kaffee eine verlässliche Größe.

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Harald J. Mayer: Tchibo ist nicht nur in Sachen Kaffee eine verlässliche Größe.

Redaktion 23.10.2017

Tchibo drittgrößter Anbieter von Bio-Baumwolle

Über 40 Mio. T-Shirts, Schlafanzüge und Bettwäsche mit Bio-Baumwolle hat Tchibo für das Verkaufsjahr 2016 produziert.

WIEN. Seit mehr als zehn Jahren ist Nachhaltigkeit fester Bestandteil der Tchibo-Unternehmenspolitik. Zur Strategie des Unternehmens gehören seither unter anderem das Engagement zur Verbesserung der Umwelt- und Lebensbedingungen in den Lieferketten. Auf dem Weg zu einer 100% nachhaltigen Geschäftstätigkeit wurde Tchibo dieses Jahr erneut als drittgrößter Anbieter von Bio-Baumwolle weltweit eingestuft (Ergebnis des „2017 Preferred Fiber & Materials Market Report“ der gemeinnützigen Organisation Textile Exchange).

Knapp 30 Mrd. Liter weniger Wasser
Üblicherweise ist der Anbau von Baumwolle ressourcenintensiv und besonders im Bereich des konventionellen Anbaus häufig weder umwelt- noch sozialverträglich. Darum ist für Tchibo die Beschaffung von Baumwolle aus nachhaltigen Quellen alternativlos. Die von Tchibo verwendete nachhaltige Baumwolle in 2016 entspricht einer Anbaufläche von 55.000 Fußballfeldern. Gegenüber dem konventionellen Anbau konnten knapp 30 Mrd. l Wasser eingespart werden – damit hätte man 11.500 Olympia-Schwimmbecken füllen können. Gespart wurde auch an Pestiziden: nämlich 3,5 Mio. kg chemischer Pestizide – das entspricht einer Menge von 24.000 Fässern Rohöl.

Bio-Baumwolle nur eingeschränkt verfügbar
80% aller Tchibo Baumwoll-Textilien stammen aus nachhaltigem Anbau, bis 2020 sollen es 100% sein. „Das ist eine Herausforderung, denn der Anteil von Bio-Baumwolle am weltweiten Baumwollanbau ist sehr gering, während die Nachfrage stetig wächst. Ursachen dafür sind unter anderem fehlendes Know-how. Es ist deshalb besonders wichtig, den nachhaltigen Anbau vor Ort zu fördern. Von einem prosperierenden nachhaltigen Baumwoll-Sektor profitieren sowohl Verbraucher als auch die Farmer in der Ursprungsländern“, erklärt Harald J. Mayer, Tchibo/Eduscho-Geschäftsführer in Österreich.
 
80 Prozent aus nachhaltigem Anbau
Der größte Anteil der von Tchibo verwendeten Baumwolle stammt aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft und ist nach dem Organic Content-Standard zertifiziert. Als Mitglied der gemeinnützigen Organisation Textile Exchange, die den Anbau und Absatz von Bio-Baumwolle weltweit fördert, nutzt Tchibo hierbei den Organic Content Standard (OCS). Seit 2015 wird auch das Angebot von GOTS-zertifizierten Bio-Baumwoll-Textilien kontinuierlich ausgeweitet. Zudem unterstützt das Hamburger Handelshaus die Initiative Cotton made in Africa (CmiA) der Aid by Trade Foundation, in dem es Cotton made in Africa Baumwolle abnimmt und sich an Bildungsprojekten beteiligt. Über die Kooperation mit internationalen Organisationen hinaus baut Tchibo auch eigene Partnerschaften zu nachhaltigen Baumwollprojekten auf und schafft damit mehr Transparenz in der Lieferkette, wie mit dem Appachi-Eco-Logic-Project in Südindien. (red)

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