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Valentinstag soll 105 Mio. € Umsatz bringen APA dpa Oliver Berg
APA dpa Oliver Berg

Redaktion 08.02.2016

Valentinstag soll 105 Mio. € Umsatz bringen

Männer schenken vorwiegend Blumen, Kombi-Pakete liegen im Trend

Wien. Valentinstag steht vor der Tür. Ein Tag, auf den sich auch Österreichs Händler jedes Jahr aufs Neue freuen. 105,5 Mio. € wird der österreichische Handel heuer rund um den Valentinstag umsetzen, schätzt die Wirtschaftskammer. „Die Umsätze sind in den vergangenen Jahren konstant geblieben“, so ein Sprecher gegenüber medianet. Besonders der Blumenhandel wird demnach profitieren: „Die Rose ist nach wie vor das beliebteste Geschenk“, so der Sprecher und ergänzt: „Aber auch Kombi-Pakete liegen im Trend – Pakete werden vom kreativen Handel teils selbst zusammengestellt, oder vom Kunden selbst erfunden.“ IN Partnerschaften werde tendenziell mehr geschenkt. „Aber auch Singles beschenken gerne – vor allem Eltern und Großeltern.“ Der Onlinehandel nimmt natürlich auch eine wichtige Stellung ein – Bestellen wird immer beliebter. Dabei „kommt die Online-Valentinstags-Werbung aber auch dem stationären Handel zugute, denn sie beflügelt auch das Konsumverhalten offline“, so der Sprecher der WKO. Durchschnittlich geben jene, die schenken, 20 € am Valentinstag aus, so die WKO. Dabei schenken Männer mehr als Frauen.

Zu einem anderen Ergebnis kommt der Handelsverband: In Zusammenarbeit mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com wurde im Rahmen eines Consumer Checks ermittelt, dass die Österreicher im Durchschnitt 30 € für Valentinstags-Geschenke ausgeben. Dabei greifen Frauen und Männer gleich tief in die Tasche. Und das obwohl Frauen gerne Immaterielles schenken, so die Ergebnisse. Jede fünfte Frau beglückt ihren Partner mit Zeit oder gemeinsamen Ausflügen. Besonders spendabel ist die Generation 50+, denen der Valentinstag 40 € wert ist.

„Die Top-Geschenke zum Valentinstag werden auch 2016 wieder Blumen, Süßes und Restaurantbesuche sein. Auffällig ist, dass Frauen und Männer mit durchschnittlich 30 € gleich viel für Geschenke ausgeben und diese sehr kurzfristig, erst ein oder zwei Tage vorher kaufen. Auch heuer werden in Österreich wieder rund 20 Millionen Schnittblumen und 12 Millionen Topfpflanzen verschenkt“, erklärt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

Knapp 30 % aller Österreicher verzichten laut dem Consumer Check gänzlich auf Geschenke. Ebenso viele beschenken dafür mehr als eine Person. Ob es sich dabei neben den Partnern um Mütter, Omas, Väter oder Andere handelt, ist nicht bekannt. Rund 19 % der Befragten planen ihre Geschenke online zu kaufen. Die Damen (rd. 22%) sind onlineaffiner als die Herren (rd. 16%). Mehr als ein Viertel (26,2%) der Befragten wird für den Einkauf ein Shopping-Center besuchen, wobei Männer Shoppingcenter (23.2%) und Einkaufsstraßen (16,2%) eher meiden und etwas abseits des Trubels ihre Geschenke in an einzeln gelegenen Standorten besorgen (25,9%). Allgemein werden Shops in Einkaufsstraßen mit nur rd. 15% des Gesamtumsatzes relativ wenig vom Kuchen abbekommen.

Über ein Drittel findet erst am Tag davor das passende Geschenk. 10% der Österreicher besorgen ihr Geschenk sogar erst am Valentinstag selbst. All jene können froh sein, dass zumindest die Blumenhändler am Valentinstag – 2016 an einem Sonntag - geöffnet haben. (dp)

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