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VAV Wohnbarometer 2022 zeigt Trend zu Änderungen © VAV Versicherung

Sven Rabe, Vorsitzender des Vorstandes der VAV Versicherung.

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Sven Rabe, Vorsitzender des Vorstandes der VAV Versicherung.

Redaktion 07.03.2022

VAV Wohnbarometer 2022 zeigt Trend zu Änderungen

Die Österreicher wollen künftig nachhaltiger und umweltschonender leben.

WIEN. In Österreich lebende Menschen stellen sich selbst in Hinsicht der Nachhaltigkeit ihres derzeitigen Lebensstils kein durchwegs gutes Zeugnis aus. In der aktuellen Umfrage zum Wohnbarometer der VAV antworten lediglich 17% auf die Frage, ob sie ihre eigene Lebensweise als nachhaltig bezeichnen würden, mit einem klaren Ja. 57% bezeichnen ihr Verhalten als zumindest eher nachhaltig. 23% sagen, dass sie eher nicht oder gar nicht auf Nachhaltigkeit achten. Sven Rabe, Vorstandsvorsitzender der VAV: „Der öffentliche Druck hat zu einem Bewusstsein für die Notwendigkeit eines nachhaltigen Lebensstils geführt. Gleichzeitig ist ein großer Teil der Menschen überzeugt diesen Anforderungen nicht zu entsprechen.“

Bei der Einschätzung der eigenen Verhaltensweisen sind zwischen Frauen und Männern sowie unter den einzelnen Altersgruppen kaum Unterschiede zu bemerken. Diese treten erst bei einem Vergleich des ausgeübten Berufes und des Einkommens zutage. Freiberufler und Selbstständige weisen sich zu 29% selbst einen durchgängig nachhaltigen Lebensstil zu und liegen damit weit über dem Durchschnitt, bei Schülern und Studenten sind es 21% und bei den Pensionisten 18%.

In der einkommensbasierten Analyse zeigen sich die Unterschiede vornehmlich in der Gruppe der mit „eher ja“ Antwortenden. Die geringste Neigung zum schonenden Umgang mit Ressourcen schreiben sich hier Studienteilnehmer mit einem Einkommen bis 2.500 € monatlich zu. Sie antworten zu 17% mit „Ja“ und zu 50% mit „eher ja“. Bei niedrigen Haushaltsbudgets bis 1.500 € liegt die persönliche Einschätzung mit 19% „Ja“ und 57% „eher ja“ merkbar über dieser Latte. In der Einkommensgruppe bis 3.000 € wird deutlich häufiger, mit 64%, ein „eher ja“ gewählt. 17% entscheiden für ein klares „Ja“. Bei Einkommen über 3.000 € liegt das Votum für „Ja“ gleichfalls bei 17%, und „eher ja“ kommt auf 61%.

Je größer der Ort, in dem die Probanden wohnen, umso eher sind die Studienteilnehmer von der Nachhaltigkeit ihres Lebensstils überzeugt. An der Spitze stehen Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern, in denen 80% meinen einen ökologisch vertretbaren Lebensstil zu pflegen. Zehn Prozent wählten klar das „Ja“, 70% „eher ja“. In Orten mit bis zu 5.000 Einwohnern fällt das Votum mit 18% „Ja“ und 55% „eher ja“ hingegen selbstkritischer aus. Bei mittleren Siedlungsgrößen bis zu 50.000 Einwohnern wählten 14% „Ja“ und 62% „eher Ja“.

Wohnungs- und Hauseigentümer sehen ihre Lebensweise nachhaltiger als Mieter. Von den Mietern halten 69% ihre Lebensgewohnheiten für nachhaltig oder eher nachhaltig (15% Ja; 54% eher ja). Bei Eigentümern sind es mit 78% – 18% „Ja“ und 60% „eher ja“ – deutlich mehr.

Gute Vorsätze
Der Weg in die Zukunft ist allerdings mit guten Vorsätzen gepflastert. Auf die Frage „Werden Sie Ihren Lebensstil künftig nachhaltiger und umweltschonender gestalten?“ antwortet eine Mehrheit mit „Ja“ oder „eher ja“ (zwölf Prozent Ja; 46% eher ja). 35% (neun Prozent nein; 26% eher nein) wollen nichts ändern, und ungewöhnlich viele Teilnehmer, sechs Prozent, haben keine Meinung oder möchten diese nicht teilen. Bei dieser Frage ist eine, wenn auch schwach ausgeprägte, unterschiedliche Sichtweise zwischen den Geschlechtern zu vermerken. Während elf Prozent der Männer sicher und 44% „eher“ ihren Ressourcenverbrauch drosseln wollen, sind es bei den Frauen 13%, die dies sicher tun werden, und 48% „eher“.

Einen klaren Einfluss übt das Alter der Befragten aus:
Je jünger, umso ausgeprägter ist die Absicht zu einer Veränderung. Zwischen 18 und 29 Jahren wählen 16% „Ja“, während es bei 50 plus nur noch neun Prozent sind. Bei Einkommen über 3.000 € zeigt sich ein stärkeres Bewusstsein für Veränderung als in niedrigeren Einkommensgruppen. In der Kohorte der Bestverdiener wählen 13% „Ja“ und 55% „eher Ja“.

Auch bei Wohneigentümern sind gute Vorsätze mit 13% „Ja“ und 48% „eher Ja“ weiter verbreitet als unter Mietern, die zu zehn Prozent mit „Ja“ und 45% mit „eher Ja“ stimmen.

Das Wohnbarometer der VAV
Für die Studie wurden vom österreichischen Gallup Institut 1.000 Probanden in ganz Österreich befragt. Befragungszeitraum war der Dezember 2021. Ergebnisse sind über die Internetdomain wohnbarometer.vav.at abrufbar. (red)

www.vav.at

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