WIENER NEUDORF. Für Konsumenten wird es dadurch zunehmend schwieriger, einzuschätzen, ob ein Preis tatsächlich günstig ist. Wie viel Zeit die Suche nach Angeboten kostet, zeigt eine aktuelle „Preisjagd-Studie“ von marketagent im Auftrag von Hornbach: Durchschnittlich 12,6 Minuten pro Tag verbringen die Österreicher mit Preisvergleichen und der Suche nach Angeboten. Auf das Jahr gerechnet entspricht das mehr als 76 Stunden oder rund zwei Arbeitswochen. Zugleich ist der Wunsch nach Verlässlichkeit groß: Für 95 Prozent sind dauerhaft günstige Preise wichtig.
„Rabattaktionen vermitteln den Eindruck, man müsse nur den richtigen Moment abwarten, um günstig einzukaufen. Für viele Menschen bedeutet das vor allem Unsicherheit“, sagt Peter Eberdorfer, Landesgeschäftsführer von Hornbach Österreich. „Ob etwas günstig ist, sollte nicht davon abhängen, wann man einkauft. Ein Preis, der nur vorübergehend niedrig ist, sagt wenig darüber aus, ob ein Händler tatsächlich günstig ist.“ Hornbach setzt nach eigenen Angaben seit drei Jahrzehnten auf Dauertiefpreise für das gesamte Sortiment, die in allen Märkten und im Onlineshop gelten.
Preisvergleich kostet Zeit und schafft nicht immer Sicherheit
Fast jeder Zweite (43,7 Prozent) vergleicht beim Heimwerken, Renovieren und im Garten regelmäßig Preise. Branchenübergreifend wenden die Österreicher dafür durchschnittlich 12,6 Minuten täglich auf. „Aufs Jahr gerechnet sind das mehr als 76 Stunden, also rund zwei volle Arbeitswochen. Wertvolle Zeit, die für das eigentliche Projekt fehlt. Wer ein Projekt plant, soll sich auf den Preis verlassen können und seine Zeit in das Projekt stecken, nicht in den Preisvergleich“, so Eberdorfer.
Die Suche nach dem günstigsten Angebot bietet zudem keine Garantie, tatsächlich den besten Preis zu erhalten: 93,7 Prozent der Befragten haben bereits erlebt, dass ein gerade gekauftes Produkt kurz darauf anderswo günstiger angeboten wurde. Nur 1,7 Prozent haben laut Studie kein Problem damit, auf Aktionen zu warten.
Um seine Preisstrategie zu verdeutlichen, verteilt Hornbach seit dem 14. Oktober eigene Rabattmarkerl, die auf den ersten Blick herkömmlichen Rabattmarken ähneln. Wer sie an der Kassa abgibt, zahlt allerdings nicht weniger als sonst, sondern weiterhin den regulären Dauertiefpreis. Mit der Aktion will das Unternehmen zeigen, dass günstiges Einkaufen nicht von kurzfristigen Rabatten abhängen muss.
„Unsere ehrlichen Rabattmarkerl sind kein Gag auf Kosten der Kundinnen und Kunden, sondern unser Versprechen: Bei uns kauft man alles, immer und sofort günstig ein. Dahinter steht eine klare Haltung, an der wir festhalten. Wer bei uns ein Projekt plant, soll sich nicht fragen müssen, ob es nächste Woche billiger wird. Er soll einfach loslegen können“, ergänzt Eberdorfer.
Hornbach setzt auf langfristige Preissicherheit
Neben den Dauertiefpreisen verweist das Unternehmen auf weitere Maßnahmen: Wird bei einem Mitbewerber ein günstigerer Preis gefunden, gibt Hornbach nach eigenen Angaben auf diesen Betrag zusätzlich 10 Prozent. Sinkt der Preis eines Artikels bei Hornbach innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf, wird die Differenz automatisch dem Hornbach-Kundenkonto gutgeschrieben.
Die repräsentative Online-Befragung wurde von marketagent im Auftrag von Hornbach am 7. und 8. Oktober 2026 durchgeführt. Befragt wurden 527 Österreicher im Alter von 18 bis 69 Jahren. (red)