medianet industrial technology: JTI Austria GmbH, erstellt jährlich unter der Leitung von Ralf-Wolfgang Lothert, Head of Public Affairs und Mitglied der Geschäftsleitung einen ausführlichen Bericht über den heimischen Tabakmarkt. Im Jahr 2024 verzeichnete der heimische Zigarettenmarkt laut JTI Austria GmbH einen minimalen Rückgang auf rund 11,2 Milliarden Stück. Dieser Rückgang steht im Zusammenhang mit veränderten Konsumgewohnheiten und einer anhaltenden Verschiebung hin zu alternativen Produkten wie etwa Tabakerhitzern. Der Marktanteil von Zigaretten liegt bei ca. 60 %, 17% Entfällt auf Alternative Rauchwaren wie etwa Tabakerhitzer. JTI Austria selbst hält einen Marktanteil von 32 % und ist damit einer der führenden Anbieter im Land.
Rückgang bei unversteuerten Zigaretten
Ein positiver Trend ist der weitere Rückgang des Anteils an unversteuerten Zigaretten: Dieser sank in Österreich von vormals rund 17 % auf jetzt unter 12 %. Die steigenden Preise für Zigaretten in unseren östlichen Nachbarstaaten haben legale und weniger legale Mitbringsel weniger attraktiv gemacht. Dies stärkt nicht nur den legalen Markt, sondern es zeigt sich auch, dass Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern als weniger attraktives Ziel für Schmuggel und vor allem echten Fälschungen gilt. Der österreichische Markt für gefälschte Ware ist vergleichsweise uninteressant“, erklärt Ralf-Wolfgang Lothert. „Schmuggler können in Hochpreisländern wie Frankreich oder Großbritannien deutlich höhere Margen erzielen.
Trafiken: Zahl sinkt, doch Trend zu größeren Geschäften
Trotz des insgesamt robusten Marktes geht die Zahl der Trafiken tendenziell zurück. Aktuell gibt es in Österreich rund 4.500 Trafiken, was einem Rückgang von 5 % gegenüber 2023 entspricht. Gleichzeitig ist ein Trend zu größeren Geschäften und modernen Konzepten zu beobachten. Der heimische Tabakhandel gilt weiterhin als eines der letzten Monopole in Europa. Trafikanten verkaufen Tabakwaren mit einer gesetzlich geregelten Handelsspanne von 53 % – der höchsten in der Europäischen Union.
Wirtschaftliche Bedeutung: 15.000 Beschäftigte im Tabakmarkt
Insgesamt ist der Tabaksektor in Österreich ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, der etwa 15.000 Menschen beschäftigt. Innerhalb dieser Branche stellt JTI Austria mit 500 Mitarbeitenden auch das größte japanische Unternehmen des Landes dar. Über die Tochtergesellschaften Austria Tabak, Tobaccoland und ÖKOLAB ist der Konzern breit aufgestellt. In Gumpoldskirchen bei Wien investiert Tobaccoland in den Bau eines neuen Logistik-Zentrums für rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zudem wurde JTI Austria im Jahr 2024 zum neunten Mal in Folge als Top Employer Nummer Eins in Österreich ausgezeichnet.
Tabaksteuer als wichtiger Faktor für Staatshaushalt
Mit einer Tabaksteuer von rund 76 % des Brutto-Verkaufspreises generiert Österreich jährliche Steuereinnahmen von aktuell 2,15 Milliarden Euro. Im Zuge des angekündigten Sparpakets wird über eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer diskutiert, um zusätzliche 50 Millionen Euro ins Budget zu holen. Sollte diese Erhöhung umgesetzt werden, könnte der Packungspreis für Zigaretten im Handel um bis zu 50 Cent steigen. Im Durchschnitt wird ein Preisanstieg von etwa 20 Cent pro Packung erwartet. Laut Lothert muss dabei jedoch beachtet werden, dass massive Preiserhöhungen wie beispielsweise in Frankreich oder Großbritannien in der Vergangenheit zu einem starken Anstieg des Schwarzmarkts geführt haben. „Eine Balance zwischen fiskalischen Notwendigkeiten und der Aufrechterhaltung eines funktionierenden legalen Marktes ist daher entscheidend“, so Lothert.
Ausblick: Stabilität und mögliche Preissteigerungen
Für 2025 rechnet JTI Austria mit einer weitgehend stabilen Entwicklung des Tabakkonsums in Österreich: „Österreichs Tabakmarkt ist nach wie vor robust und wird zunehmend professionell strukturiert“, fasst Ralf-Wolfgang Lothert zusammen. „Für die Konsumentinnen und Konsumenten stehen Veränderungen bei den Preisen im Raum. Gleichzeitig bleibt unsere Branche ein wichtiger Wirtschaftszweig mit erheblicher Beschäftigungs- und Steuerwirkung.“
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