INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Circular Economy © ÖAG

Marc Joainig, Christian Abl, Generalsekretär der ÖAG und Gastgeber des Abends, Rainer Newald, Marianne Neumüller-Klapper, Moderatorin Christa Kummer, Reinhard Backhausen und Stefan Grafenhorst (v.l.).

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Marc Joainig, Christian Abl, Generalsekretär der ÖAG und Gastgeber des Abends, Rainer Newald, Marianne Neumüller-Klapper, Moderatorin Christa Kummer, Reinhard Backhausen und Stefan Grafenhorst (v.l.).

Helga Krémer 01.10.2021

Circular Economy

Die Österreichisch-Amerikanische Gesellschaft (ÖAG) hatte wieder einmal zu ihrem beliebten „Super Tuesday“ geladen. Diesmal Thema: „Circular Economy – Wie die Kreislaufwirtschaft unser Leben verändert“.

WIEN. Das Konzept der Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) gilt als Wirtschaftsmodell der Zukunft. Zu diesem Thema begrüßte die ÖAG Christian Abl, CEO Reclay Group Österreich, Reinhard Backhausen, Reinhard Backhausen textile & circular consulting, Stefan Grafenhorst, Global Head of Sustainability & Corporate Affairs Greiner AG, Marc Joainig, Public Affairs & Communications Director Coca-Cola Hellenic sowie Marianne Neumüller-Klapper, Operations & Sustainability Director Nespresso Österreich, am Podium. „ORF-Wetterlady“ Christa Kummer führte durch den Abend und moderierte die Diskussion.

Es geht um unsere Zukunft
Die Kreislaufwirtschaft ist das Wirtschaftssystem der Zukunft. Es geht allerdings um mehr als nur Recycling. Schon vor der Produktion sollte man wissen, was am Ende steht. Dies bekräftigen alle Podiumsgäste. Ein wesentlicher Anteil komme aber auch den Anreizen zu; hier sieht beispielsweise Reinhard Backhausen auch die Politik in der Pflicht. Durch Anreize, Förderungen oder Role Models könne das Bewusstsein geschärft werden und die Transformation der Wirtschaft national und global gelingen.

Christian Abl warf die Frage auf, inwieweit wir wirklich alles, was wir benutzen, auch besitzen müssten. Ein „sharing is caring“-Prinzip im weitesten Sinn könnte die Wegwerfgesellschaft verändern. Hier sei auch Flexibilität gefragt, wie Marc Joainig betont. Flexibilität und Effizienz werde bei Coca-Cola HBC sehr gut umgesetzt, dies sieht das Unternehmen als große Verantwortung im Sinne der Nachhaltigkeit.

Auf die Frage, wie sich die Modelle der Kreislaufwirtschaft in der Zukunft entwickeln können, sind sich die Gäste einig, dass die gesamte Gesellschaft gemeinsam daran arbeiten muss, das Bewusstsein gestärkt werden sollte – die Herausforderungen betreffen schließlich alle und jeder sei gefordert. Marc Joainig meinte diesbezüglich, es wäre auch wichtig, sich einig darüber zu sein, welche Wege möglich, richtig und machbar sind. Stefan Grafenhorst sagt hierzu, man müsse zirkuläre Geschäftsmodelle auch profitabel machen, das seien sie zur Zeit noch nicht. Denn wenn Neuware billiger als Recyclingprodukte ist, wird weniger in die Abfallwirtschaft investiert. Hier brauche es ein Umdenken in allen Ebenen, aber auch die Möglichkeit, Anreize und Support für die Unternehmen zu bieten, sowie ein Regulativ durch die Politik.

Marianne Neumüller-Klapper betonte, dass Nespresso in sehr vielen Bereichen bereits eine sehr gute Position aufweisen könne, sie sieht die Zukunft in einer noch intensiveren Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Branchen. Reinhard Backhausen bringt es abschließend auf den Punkt: „Wir sollten nicht unbedingt darüber nachdenken, wann und wie wir auf dem Mars leben können. Es geht um die Erde, die wir erhalten und an unsere Kinder weitergeben müssen.“ (hk)

Auf dem YouTube-Kanal der ÖAG finden Sie die Veranstaltung zum Nachsehen: https://www.youtube.com/watch?v=s3EAkA7S04g.

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