Druckbranche mit Umsatzminus
© Verband Druck Medien
Die Druck- und Medienbranche hat 2025 das dritte Jahr in Folge ein Minus verzeichnet.
MARKETING & MEDIA Redaktion 06.05.2026

Druckbranche mit Umsatzminus

Jahresumsatz sinkt 2025 auf 1,78 Milliarden Euro und liegt erneut unter Vorjahresniveau. Kampagne „Print wirkt nachhaltig“ soll Bedeutung von Print im Werbemix hervorheben.

WIEN. Die Druck- und Medienbranche hat das Jahr 2025 mit einem Umsatz von 1,78 Milliarden Euro abgeschlossen und damit das dritte Jahr in Folge ein Minus verzeichnet. Im Vergleich zu 2024 sei der Umsatz um 3,7 Prozent gesunken. Der Verband Druck Medien reagiert darauf mit der Kampagne „Print wirkt nachhaltig“.

Schwäche im Inlandsmarkt
Zu Beginn des Jahres 2025 habe die Branche auf eine wirtschaftliche Erholung gehofft und eine stärkere Nachfrage registriert, die Erwartungen hätten sich jedoch nicht erfüllt. Vor allem der Absatz in Österreich sei um 4,8 Prozent zurückgegangen, während sich die Exporte mit einem Minus von 0,8 Prozent vergleichsweise stabil entwickelt hätten. Der Inlandsmarkt bleibe dennoch zentral: 71 Prozent des Gesamtvolumens wurden in Österreich erwirtschaftet.

Kampagne für Print
Peter Sodoma, Geschäftsführer des Verband Druck Medien, sagt: „Wir befinden uns nach wie vor in einer herausfordernden wirtschaftlichen Situation. Die Werbe- und Marketingbudgets sind in den letzten Jahren spürbar geschrumpft und damit auch die Ausgaben für Print.“ Mit der Kampagne „Print wirkt nachhaltig“ wolle der Verband die Rolle von Print im Werbemix stärker hervorheben. Sodoma sagt: „Print ist doppelt nachhaltig. Es ist besonders aufmerksamkeitsstark und bleibt länger im Gedächtnis, und Print hat – richtig produziert – einen vergleichsweise geringen CO2 Fußabdruck.“

Ziel der Initiative sei es, ein Bewusstsein für nachhaltigen Medienkonsum zu schaffen. Print spiele im Werbemix ebenso eine Rolle wie Online, in der Praxis seien laut Verband jene Unternehmen erfolgreich, die beide Kanäle kombinieren. Besonders bei großen Datenmengen und längeren Lesezeiten habe Print Vorteile, sowohl bei der Aufmerksamkeit als auch beim Treibhausgaspotenzial. Die Kampagne wird von Austropapier, dem Verband der Zeitungen und Zeitschriften Österreich, dem Verband der Regionalmedien sowie weiteren Medienhäusern unterstützt.

Ökobilanzstudie als Grundlage
Grundlage der Kampagne sind Ergebnisse einer Ökobilanzstudie des Ökoinstituts Freiburg, in der Printwerbung mit digitalen Formaten verglichen wurde. Laut Studie verursachen gedruckte Werbeprospekte mit 642 Kilogramm CO2 deutlich weniger Emissionen als digitale Prospekte im PDF-Format mit 3.360 Kilogramm CO2. Auch Anzeigen in Tageszeitungen weisen mit 67 Kilogramm CO2e geringere Werte auf als Online-Werbebanner mit 102 Kilogramm CO2.

Die Ergebnisse wurden nach international anerkannten Standards für Lebenszyklusanalysen ausgewertet und bilden laut Verband die Grundlage für die inhaltliche Ausrichtung der Kampagne. (red)

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