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Einfluss der Coronakrise auf das Konsumverhalten © APA/AFP/Alex Halda
© APA/AFP/Alex Halda

Redaktion 21.04.2020

Einfluss der Coronakrise auf das Konsumverhalten

Mediaplus informiert: Teil 1 über die Grundbedürfnisse in der Coronakrise – von Ernährung bis Gesundheit.

WIEN. Teil 1: Die Grundbedürfnisse
Die Coronakrise trifft uns einerseits besonders auf einer sehr individuellen Ebene und bedroht unseren materiellen Wohlstand, andererseits belastet sie auch unser physisches und psychisches Wohlbefinden. Dies führt auch dazu, dass während der Coronakrise andere Bedürfnisse in den Mittelpunkt rücken, als dies im Normalzustand der Fall ist. Grundlegende Bedürfnisse werden essentieller und müssen zudem in Zeiten von Isolation und Social Distancing auf anderen, neuen Wegen befriedigt werden. Mediaplus Austria beleuchtet die aktuelle Situation.

Ernährung: Von Gourmetköchen und Bestell-Königen
Auf der ganzen Welt werden Kochformate auf den Sozialen Medien immer beliebter. Tausende YouTube oder InstagramTV-Videos bieten einfache, aber auch komplexe Rezeptanleitungen für das perfekte Menü zu Hause. Das zeigen auch die Google-Suchanfragen nach „Rezepte“ oder „Backen“, die seit Beginn des Lockdowns steigen.

Die Lieferung von Lebensmitteln und Speisen erlebt derzeit eine enorme Nachfrage. Digitale Bestellmöglichkeiten sind besonders beliebt, Anbieter wie „Lieferservice.at“ oder „mjam“ profitieren von der Krise. Zu den Verlierern zählen große Restaurant- und Fast-Food-Ketten.

Gesundheit: Zwischen Sorgen und Sport-Affinität
Der Gedanke, dass Familienmitglieder oder Freunde erkranken, bereitet Menschen in Österreich aktuell die größten Sorgen. Diese Angst wird in allen Generationen genannt. Eine weitere, häufig genannte Stressquelle, war das weltweite Phänomen der Panikkäufe. An zweiter Stelle – vor allem für jüngere Menschen – stehen die Änderung ihrer Lebensgewohnheiten und die Furcht vor sozialer Isolation. Menschen im mittleren Alter fürchten selbst am Virus zu erkranken, sie beschäftigt auch die Rezession der Weltwirtschaft und die hohe Zahl der Todesfälle in anderen Ländern.

Gleichzeitig sorgt das Virus dafür, dass Medikamente und Gesundheitsprodukte stärker nachgefragt werden. Profiteure sind hier Online-Apotheken. Die Nachfrage nach Produkten wie Toilettenpapier bedienen auf psychologischer Ebene das gesteigerte Bedürfnis nach Hygiene. Da Fitnessstudios und andere Sportdienstleister geschlossen haben, wird das Internet hier zum Hauptdienstleister. Neue Angebote von Fitnessstudios oder Influencern bedienen das Verlangen nach körperlichem Ausgleich in den eigenen vier Wänden in allen Altersstufen.
Sicherheit: Finanzen und die Erwartungen an Unternehmen

Die Hälfte der Befragten hat bereits Bilanz über die eigene finanzielle Situation gezogen. Es lässt sich erkennen, dass finanzielle Entscheidungen aktuell mit Vorsicht betroffen werden und über Einschränkungen beim Konsum nachgedacht wird. Der digitale Raum ist der neue Schutzraum in der Virus-Krise. Über Soziale Medien wird z.B. mit #staysafe das Sicherheitsbewusstsein der digitalen Community geschärft. Privatleute, Politiker, Künstler, aber auch Hilfskräfte und medizinisches Personal appellieren über die sozialen Medien an die Gemeinschaft, zuhause zu bleiben, um das Umfeld vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Dieser Appell an das allgemeine Sicherheitsgefühl wird auch durch die Nutzung der Hashtags #zuhausebleiben, #wirbleibenzuhause und #stayathome ausgedrückt. (red)

 

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