WIEN. Die Sorge um Einwanderung bleibt laut der aktuellen Ipsos-Studie „What Worries the World“ das dominierende Thema in Österreich. 36 Prozent der Befragten nannten Zuwanderung als eines der drei drängendsten Probleme im Land. Dahinter folgen Inflation mit 33 Prozent sowie das Gesundheitswesen mit 30 Prozent.
Die Erhebung wurde im April 2026 durchgeführt und umfasst Angaben aus Österreich sowie 30 weiteren Ländern. Laut Studienautor Alexander Zeh werde die heimische Sorgenlandschaft derzeit vor allem von Zuwanderung, Teuerung, Gesundheitsversorgung sowie Kriminalität und Gewalt geprägt. Auch die Angst vor Armut und sozialer Ungleichheit bleibe präsent.
Zunahme bei Korruption und Konflikten
Deutlich zugenommen hat laut Ipsos die Sorge vor finanzieller und politischer Korruption (19 Prozent). Ebenso stieg die Besorgnis über militärische Konflikte zwischen Staaten (16 Prozent) im Vergleich zur letzten Erhebung an. Das Thema Klimawandel spiele hingegen aktuell eine geringere Rolle in der Sorgenagenda der Bevölkerung (12 Prozent).
Große Skepsis gegenüber Österreichs Entwicklung
Die wirtschaftliche Lage Österreichs wird von 85 Prozent der Befragten als schlecht eingeschätzt und damit noch schlechter als im November des Vorjahres (79 Prozent). Knapp drei Viertel sehen das Land derzeit auf dem falschen Weg. Besonders kritisch äußerten sich Frauen (78 Prozent) sowie Menschen mit niedrigerem Bildungsniveau (80 Prozent). Lediglich Akademiker zeigen sich erneut etwas optimistischer: Beinahe die Hälfte (47 Prozent) sind hier der Ansicht, Österreich sei trotz allem immer noch auf dem richtigen Weg. (red)
