BADEN. Künstliche Intelligenz verändert zunehmend auch die Erhebung von Marktforschungsdaten. Wie Auftraggeber den Einsatz synthetischer Stichproben beurteilen, hat Marketagent in einer aktuellen Eigenstudie untersucht. Befragt wurden 254 Ansprechpartner aus der Marktforschung. Die anfallende Stichprobe ist laut Studiensteckbrief nicht repräsentativ.
58 Prozent der Befragten haben bereits von synthetischen Stichproben beziehungsweise synthetischen Daten im Marktforschungskontext gehört. In der Praxis ist die Nutzung bislang begrenzt: 15 Prozent setzen synthetische Daten regelmäßig, gelegentlich oder in Pilotprojekten ein, weitere 13 Prozent prüfen derzeit einen Einsatz. Bei Großbetrieben liegt der Anteil der Nutzer bei 25 Prozent.
Vertrauen bleibt zentrale Hürde
41 Prozent stehen synthetischen Stichproben eher oder sehr skeptisch gegenüber, 28 Prozent zeigen sich offen. 48 Prozent erwarten eine schlechtere Ergebnisqualität als bei klassischen Stichproben, während sich 34 Prozent noch kein Urteil darüber zutrauen.
Als wichtigste Vorteile nennen die Befragten geringere Kosten mit 58 Prozent, eine schnellere Durchführung mit 52 Prozent und die Möglichkeit, verschiedene Szenarien zu simulieren, mit 46 Prozent. Dem stehen vor allem Zweifel an der Validität der Ergebnisse, Unsicherheiten bei der Datenqualität sowie mögliche Verzerrungen gegenüber.
Trotz der Vorbehalte halten 41 Prozent eine Nutzung synthetischer Stichproben im eigenen Unternehmen innerhalb der kommenden zwei Jahre für wahrscheinlich. Bei Großbetrieben sind es 56 Prozent. (red)