WIEN. Der Anteil österreichischer Musik in den ORF-Radioprogrammen liegt derzeit im Durchschnitt bei rund 14 bis 19%. Nach dem Geschmack des Publikums sollte die Quote höher sein, wie eine neue, repräsentative Marketagent-Studie zeigt. Gut die Hälfte der Befragten (51,5%) spricht sich für mehr heimische Musik aus – besonders beliebt sind die Genres Pop/Rock (61,9%) sowie Schlager und Volksmusik (25,5%).
Win-win-Situation
AKM-Präsident Peter Vieweger, der sich seit Jahren für mehr Sichtbarkeit österreichischer Musik im heimischen Rundfunk einsetzt, erklärt: „Wer österreichische Musik stärkt, stärkt auch den Musikstandort. Heimische Künstler brauchen mehr Präsenz in den Rundfunkmedien, damit kreative Leistung auch im eigenen Land nachhaltig wahrgenommen und wirtschaftlich getragen werden kann. Die hohe Qualität österreichischer Musik muss sich endlich auch in ihrer Sichtbarkeit und Wertschöpfung widerspiegeln.“
Eva-Maria Bauer, Präsidentin des Österreichischen Musikrats, weist auf eine Win-win-Situation bei einer verstärkten Sendung von Musik aus Österreich im ORF hin: „Damit kann der öffentlich-rechtliche Auftrag des ORF kostenneutral gestärkt werden. Zugleich wäre es ein wichtiges Signal im Rahmen der Österreichischen Musikstrategie, um die Musikbranche insgesamt zu stärken, deren Wertschöpfung zu erhöhen und einen Promotion-Effekt für Musikschaffende zu erzielen.“
In der geplanten Neuordnung der Medienförderung sehen AKM und Österreichischer Musikrat eine Chance, sowohl den ORF als auch private Anbieter zu einer höheren „Österreich-Quote“ zu motivieren – sie fordern daher, die Mittel an einen klar definierten kulturpolitischen Auftrag wie die Förderung von Musik aus Österreich zu koppeln. (red)
Ö1 Club: 30 Jahre als größte Kulturinitiative
•• Von Dinko Fejzuli Seit 30 Jahren verbindet der Ö1 Club Publikum, Kulturinstitutionen und den Radiosender Ö1. Im Gespräch mit medianet erklären Ö1-Marketingleiter Michael