WIEN. Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) begrüßt die Einigung der Bundesregierung auf ein Medienförderpaket und insbesondere die Fortführung der Digitaltransformationsförderung. Die Verlängerung dieses bewährten Förderinstruments schaffe dringend benötigte Planungssicherheit und ermögliche es den privaten Radio- und Fernsehveranstaltern, ihre digitalen Angebote konsequent weiterzuentwickeln.
„Die Fortführung der Digitaltransformationsförderung ist ein wichtiges Signal für den privaten Rundfunk. Sie trägt dazu bei, dass private Medienunternehmen ihre digitale Transformation fortsetzen und auch künftig in innovative Inhalte, Technologien und neue Verbreitungswege investieren können“, sagt VÖP-Geschäftsführerin Corinna Drumm.
Wirtschaftliche Situation bleibt angespannt
Gleichzeitig macht der VÖP deutlich, dass die wirtschaftliche Situation vieler privater Fernseh- und Radiosender weiterhin äußerst angespannt ist. Die anhaltende Verlagerung von Werbeerlösen zu globalen Plattformen, steigende Kosten und der hohe Investitionsbedarf im digitalen Wandel stellten die Sender vor enorme Herausforderungen. Um die Medienvielfalt und einen starken privaten Rundfunk langfristig zu sichern, brauche es auch künftig eine entschlossene, zielgerichtete Medienpolitik.
Aus Sicht des VÖP bleibt eine stärkere Unterstützung privater Fernseh- und Radiosender dringend notwendig. Diese erreichten täglich Millionen Menschen in Österreich, genössen hohes Vertrauen und leisteten einen unverzichtbaren Beitrag zur Information, Meinungsvielfalt und regionalen Berichterstattung.
„Die Einigung ist ein wichtiger Schritt. Nun gilt es, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen und die Rahmenbedingungen für private Fernseh- und Radiosender so weiterzuentwickeln, dass sie ihren unverzichtbaren Beitrag für Demokratie, Medienvielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt auch in Zukunft leisten können“, so Drumm.
VÖZ sieht Planungssicherheit für Medienstandort
Auch der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) reagiert erfreut auf das Maßnahmenpaket. „Angesichts der äußerst herausfordernden Lage auf dem österreichischen Medienmarkt ist es wichtig und richtig, dass für Medienhäuser verlegerischer Herkunft nun bessere Planungssicherheit gegeben ist“, sagt der neue VÖZ-Präsident und „Die Presse“-Geschäftsführer Rainer Nowak. Die Zustellförderung sei laut Nowak ein entscheidendes Instrument, um die Medieninfrastruktur in vielen Regionen aufrechtzuerhalten: „Wenn die Zustellförderung dazu beiträgt, dass weiterhin alle Bevölkerungsgruppen in allen Regionen mit qualitätsvollem Journalismus versorgt werden können, ist das nicht zuletzt auch demokratiepolitisch relevant.“
Neben der Absicherung der bestehenden Medieninfrastruktur sei es auch erforderlich, die digitale Transformation weiter voranzutreiben, betont VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger: „Wir stehen einer Übermacht der Big-Tech-Unternehmen gegenüber, die den heimischen Medienstandort unter großen Druck bringt. Der Fonds zur Förderung der digitalen Transformation ist essenziell, um private Medienhäuser dabei zu unterstützen, digitale Reichweiten aufzubauen und digitale Aboangebote zu stärken. Dass dieser nun verlängert wird, ist ein wichtiger Schritt, nicht zuletzt zur Sicherung von Arbeitsplätzen.“
Auch die Aufstockung der Mittel für Medienkompetenz junger Menschen wird vom VÖZ begrüßt: „Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, auch die nächsten Generationen medienfit zu machen. Wesentlich ist jedoch, dass mit diesen Mitteln insbesondere bereits etablierte und pädagogisch fundierte Programme gestärkt werden“, so Grünberger. (red)