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Tag der Akademie des österreichischen Films © @stephanielaglbauer_ @georgsgallery

Green Filming

© @stephanielaglbauer_ @georgsgallery

Green Filming

Redaktion 29.01.2020

Tag der Akademie des österreichischen Films

Das 10. Jubiläum des Österreichischen Filmpreises im Jahr 2020 war der Anlass für einen besonderen Themen-Tag, der am 24. Jänner stattfand.

WIEN. Filmschaffende, Experten und zahlreiche Besucher diskutierten über die Besonderheiten des Dokumentarfilms in der österreichischen Filmlandschaft und die Herausforderungen bei der Umstellung auf mehr Nachhaltigkeit in der Filmproduktion. Auch Staatssekretärin Ulrike Lunacek kam zum Green Panel in den Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer Wien und steuerte ein Impulsstatement zu den „hot topics“ des 21. Jahrhunderts bei. Sie hat auch ihr Kommen für die Gala zum Österreichischen Filmpreis 2020 (30. Jänner, Grafenegg) zugesagt. Valie Export sprach mit Preisträger und Belvedere-Generaldirektorin Stella Rollig über die Symbolik und die Idee der Preisskulptur.

Am Beginn des Tages standen ein Porträtfotoshooting und ein Networking-Lunch für Akademiemitglieder und Freund. Dieses Angebot wurde derart gut angenommen, dass sich vor der Fotostation eine lange Schlange bildete.

Die erste Gesprächsrunde stand unter dem Titel „Was der Dokumentarfilm kann" (in Kooperation mit dok.at und moderiert von Harald Friedl). Zu Beginn gab es drei Impulsstatements: Produzentin und Vorstandsmitglied der Akademie Claudia Wohlgenannt sprach über das dialogfördernde Potenzial des Dokumentarfilms und seine Wirkung in der Gesellschaft, zudem unternahm sie einen visuellen Rückblick auf zehn Jahre Österreichischer Filmpreis in der Kategorie Bester Dokumentarfilm. Ines Kaizik-Kratzmüller (IJK – presse + marketing) stellte die Frage „Wer ist das Publikum für den Österreichischen Dokumentarfilm und wie erreichen wir es im Kino?“ und Sharon Nuni (ORF Kultur) beschäftigte sich mit dem dokumentarischen Kinofilm im Fernsehen. Am Podium diskutierten Michael Stejskal (Geschäftsführer Filmladen Filmverleih, Votiv Kino) und Astrid Heubrandtner (Kamerafrau, Regisseurin). Für Anja Salomonowitz sprang spontan die Dokumentarfilmregisseurin Susanne Brandstätter ein.

Von 16:30 bis 18 Uhr moderierte Mercedes Echerer (Obfrau der Akademie des Österreichischen Films) den Programmpunkt „#aoefgoinggreen – Nachhaltigkeit in der Filmbranche: Erste Schritte Richtung ,Green Academy‘“. Ein Impulsstatement gab es von Autorin Doris Knecht („Wie ich mir eingestehen musste, dass ich kein guter Mensch bin, und versuchte, ein besserer zu werden."). Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek ging auf den Zusammenhang von Kultur- und Umweltpolitik ein: „Um den Filmstandort Österreich zu forcieren, muss man Fördermodelle weiterentwickeln – dazu gehört auch die Nachhaltigkeit. Ich finde es großartig, dass bei der Filmproduktion Initiativen gesetzt werden und man darauf achtet, Plastik zu vermeiden, sich Gedanken macht, wie der Transport abläuft und welches Catering man einsetzt.“ Jeder Einzelne müsse sich überlegen, was man ändern könne, denn Zukunft werde aus Mut gemacht, so Lunacek.

Weitere Impulsstatements gab es vom Filmschaffenden und Green-Film-Experten Philip Gassmann ("Nachhaltigkeit – warum, weshalb und wie? Neue Entwicklungen und internationaler Ausblick plus Präsentation des neuen Evergreen Prisma der Lower Austrian Film Commission"), der Nachhaltigkeitsbeauftragten der Akademie, Antonia Prochaska ("Der Zertifizierungsprozess für das Österreichische Umweltzeichen beim Österreichischen Filmpreis 2020 und die Aktion #aoefgoinggreen") und Maria Smodics-Neumann, Abg.z.NR. Obfrau Sparte Gewerbe u. Handwerk WKO Wien, sprach zum Engagement der WKO Wien in Sachen Nachhaltigkeit. Zusätzlich am Podium diskutierten Gerlinde Seitner (Geschäftsführerin Filmfonds Wien), Mirjam Unger (Regisseurin, Gala Österreichischer Filmpreis 2020 / Green Filming), Laurence Rupp (Schauspieler), Werner Boote (Regisseur), John Lüftner (Produzent Superfilm),
Florian Gebhardt (Produzent Gebhardt Productions) und Christiane Lienhart (FISA).

Wie bei der Gala wurde auch angestrebt, den Tag der Akademie des Österreichischen Films möglichst nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Events auszurichten, selbstverständlich mit vegetarischem Büffet (bio und umweltzertifiziert, https://www.issmich.at/). Unter den Hashtags #aoefgoinggreen #goinggreen #gruenerleben werden 2020 immer wieder Tipps zum Thema Green Filming und Updates des Umstellungsprozesses auf nachhaltigeres Arbeiten der Akademie auf Instagram veröffentlicht.

Zum Abschluss, von 18:30 bis 19:30 Uhr, moderierte Clara Stern (Regisseurin, Österreichischer Filmpreis 2018: Bester Kurzfilm) den Programmpunkt „Österreichsicher Filmpreis: Eine Skulptur von Valie Export“. Am Podium sprachen Valie Export (Medien- und Performancekünstlerin, Filmemacherin), Stella Rollig (Generaldirektorin Belvedere), Marlene Ropac (Geschäftsführerin Akademie), Katharina Wöppermann (Kostüm-, Szenen- und Bühnenbildnerin, Österreichischer Filmpreis 2011 und 2018: Bestes Szenenbild) und Danny Krausz (Produzent, Leiter Institut für Film und Fernsehen der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw); Österreichischer Filmpreis 2014: Bester Spielfilm). Danach erfolgte das Screening eines Dokumentarfilms (13 min) über die Produktion der von Valie Export entworfenen Filmpreis-Skulptur (AOEF Eigenproduktion, Regie: Antonia Prochaska, Kamera: Jan Zischka). (red)

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