VÖW: Personalisierung beginnt bei der Produktauswahl
© fuernholzer photography
Klaus Pohn, Präsident des VÖWC
MARKETING & MEDIA Redaktion 25.08.2026

VÖW: Personalisierung beginnt bei der Produktauswahl

Personalisierte Werbung allein sorgt noch nicht für Akzeptanz. Der Verband österreichischer Werbemittelhändler sieht bei haptischen Werbemitteln vor allem Relevanz und Nutzen als entscheidend an.

EBREICHSDORF. Personalisierung gewinnt angesichts einer zunehmenden Reizüberflutung im Marketing an Bedeutung. Laut einer repräsentativen Marketagent-Studie empfinden 72% der Befragten Marketing als reizüberflutend. Personalisierter Werbung stehen zugleich 23% positiv, 43% neutral und 34% negativ gegenüber.

Für den Verband österreichischer Werbemittelhändler (VÖW) zeigt sich daran, dass eine persönliche Ansprache allein nicht ausreicht. Bei Werbeartikeln komme es vielmehr darauf an, Produkte auszuwählen, die zur jeweiligen Lebens- oder Arbeitssituation passen.

Auswahl statt Namensaufdruck
„Eine Namensgravur kann ein schönes Detail sein. Persönlich wird ein Werbeartikel aber erst, wenn er zur Lebens- oder Arbeitssituation des Menschen passt, der ihn erhält“, sagt VÖW-Präsident Klaus Pohn. Personalisierung könne bereits durch unterschiedliche Produkte, Farben, Größen oder Materialien sowie individuell zusammengestellte Geschenksets erfolgen.

KI als Unterstützung
Auch Künstliche Intelligenz kann dabei eine Rolle spielen. KI-Anwendungen können freiwillig angegebene Präferenzen und Rückmeldungen auswerten und daraus Produkt- oder Gestaltungsvarianten ableiten. Die Entscheidung über die konkrete Auswahl sieht der Verband weiterhin beim Menschen.

„KI kann Muster erkennen und die Planung erleichtern. Ob ein Geschenk wirklich nützlich, angemessen und wertschätzend ist, müssen weiterhin Menschen beurteilen, die ihre Zielgruppe und das Kommunikationsziel kennen“, so Pohn. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL