ÖAK-Auflagenliste 1. Halbjahr 2026: „Krone“ bleibt Marktführer, ePaper wird für Qualitätstitel zur Hauptsäule
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MARKETING & MEDIA Redaktion 19.08.2026

ÖAK-Auflagenliste 1. Halbjahr 2026: „Krone“ bleibt Marktführer, ePaper wird für Qualitätstitel zur Hauptsäule

Kauf-Tageszeitungen: Bei „Presse“ und „Standard“ kommt rund die Hälfte der verkauften Auflage aus der digitalen Ausgabe.

WIEN. Die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) hat vor Kurzem ihren Bericht für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Ausgewiesen werden die Durchschnitts-Auflagenzahlen der Monate Jänner bis Juni, Grundlage sind die ÖAK-Richtlinien Print und ePaper. Für die Tageszeitungen im Kauf-Segment wird der Wochenschnitt der Werktagsausgaben ausgewiesen, ohne jene Ausgaben, die ausschließlich für den Vertrieb an Sonn- und Feiertagen erscheinen.

An der Spitze steht unverändert die „Krone“ Gesamt mit einer verkauften Auflage von 491.770 Exemplaren, die verbreitete Auflage liegt bei 504.819, die Druckauflage bei 482.184. Die Stammausgabe für Wien, Niederösterreich und Burgenland kommt auf 184.321 verkaufte Exemplare. Unter den Regionalausgaben liegen Niederösterreich (101.625), Oberösterreich (88.688) und die Steiermark (87.752) voran, es folgen Wien (54.953), Kärnten (52.525), Salzburg (44.173), Tirol (32.972), Burgenland (27.743) und Vorarlberg (1.339).

Auf Platz zwei folgt die „Kleine Zeitung“ mit 235.159 verkauften Exemplaren und einer verbreiteten Auflage von 251.780. Auf die Ausgabe Graz entfallen 159.921 verkaufte Exemplare, auf Klagenfurt 75.238.

Regionaltitel dicht beieinander
Im Mittelfeld liegen die „OÖNachrichten“ mit 88.922 verkauften Exemplaren – bei einer verbreiteten Auflage von 102.035 – und der „Kurier“ Gesamt mit 87.361 Exemplaren, davon 78.069 in der Stammausgabe Wien, Niederösterreich und Burgenland sowie 9.292 in den Bundesländerausgaben.

Es folgen „Die Presse“ mit 65.698 verkauften Exemplaren, die „Tiroler Tageszeitung“ mit 60.343, die „Salzburger Nachrichten“ mit 56.028, „Der Standard“ mit 54.278 und die „Vorarlberger Nachrichten“ mit 51.712. „Österreich“ Gesamt kommt auf 15.052 verkaufte Exemplare, die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ auf 6.840. Bei „Der Presse“ und dem „Standard“ liegt die verbreitete Auflage mit 76.028 beziehungsweise 76.859 Exemplaren jeweils deutlich über der verkauften Auflage.

Digitale Ausgaben mit stark unterschiedlichem Gewicht
Die größten Unterschiede zeigen sich beim ePaper: Bei „Der Presse“ entfallen 34.658 der 65.698 verkauften Exemplare auf die digitale Ausgabe, das entspricht rund 53 Prozent. Beim „Standard“ sind es 24.814 von 54.278 Exemplaren oder etwa 46 Prozent. Die „Vorarlberger Nachrichten“ kommen mit 18.129 ePaper-Exemplaren auf einen Anteil von rund 35 Prozent, die „Salzburger Nachrichten“ mit 15.643 auf rund 28 Prozent, die „Kleine Zeitung“ mit 62.469 auf knapp 27 Prozent. Die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ weist 1.710 ePaper aus, die „OÖNachrichten“ 20.260 und der „Kurier“ Gesamt 18.615.

Deutlich niedriger fällt der digitale Anteil bei den auflagenstärksten Titeln aus: Die „Krone“ Gesamt kommt auf 66.541 ePaper-Exemplare und damit auf rund 14 Prozent der verkauften Auflage, die „Tiroler Tageszeitung“ auf 7.748 oder rund 13 Prozent.

Als ePaper zählt die ÖAK die digitale Ausgabe eines Printmediums, die elektronisch verbreitet und am Bildschirm dargestellt wird; die Erscheinungsweise muss jener des Printtitels entsprechen. Gezählt werden sowohl bezahlte als auch gratis vertriebene digitale Ausgaben, wobei Gratisexemplare gesondert ausgewiesen werden.

Lesen Sie mehr im ÖAK-Special mit Branchenstimmen, Zahlen, Daten und Analysen in der medianet-Ausgabe vom 28. August 2026. (red)

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