Hundekot gefährdet Rinder
© LK Steiermark/Daniel Winter
Hundekot verursacht großen Schaden an Rinderherde. Im Bild v.l.n.r.: die betroffene Bäuerin Heidrun Ofner, Leobner-Kammerobmann Richard Judmaier und Betreuungstierärztin Barbara Wolfger
RETAIL Redaktion 25.08.2026

Hundekot gefährdet Rinder

Hundekot auf Wiesen und Weiden kann für Nutztiere weit mehr als ein Ärgernis sein. Wie gravierend die Folgen ausfallen können, zeigt ein Fall aus Kraubath an der Mur: Bei Rinderzüchterin Heidrun Ofner ist rund die Hälfte der Herde mit dem Parasiten Neospora caninum infiziert. Vier trächtige Kühe haben bereits ihre Föten verloren, bei vier weiteren wird ein Verwerfen befürchtet. Der wirtschaftliche Schaden für den Betrieb wird auf 35.000 bis 40.000 Euro geschätzt.

Übertragen wird der Erreger unter anderem über Hundekot. Nehmen Rinder verunreinigtes Gras oder Futter auf, können die Parasiten die Plazentaschranke überwinden und Föten schädigen. Eine wirksame Behandlung der Erkrankung beim Rind gibt es nicht. Infizierte Tiere müssen daher aus dem Bestand ausgeschieden werden.

Die Landwirtschaftskammer Steiermark appelliert deshalb an Hundehalter, Wiesen und Weiden sauber zu halten. „Wiesen und Weiden sind die Salatschüssel für Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen“, betont Richard Judmaier, Obmann der Bezirkskammer Leoben. Gemeinsam mit einem neuen Ehrenkodex soll stärker auf die Gefahren durch Hundekot aufmerksam gemacht werden. Dessen wichtigste Regeln: Hunde an der Leine führen, von Wiesen und Weiden fernhalten und Hundekot konsequent mit dafür vorgesehenen Beuteln beseitigen.

Auch achtlos weggeworfener Müll birgt Risiken. Plastik, Dosen oder Glas können bei der Futterernte zerkleinert werden und im Tierfutter landen. Scharfkantige Teile können schwere Verdauungsstörungen und innere Verletzungen verursachen – im Extremfall mit tödlichen Folgen.

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