14 Prozent mehr Verpackungen in Gelber Tonne gesammelt
© MA48 / Christian Fürthner
RETAIL Redaktion 24.06.2026

14 Prozent mehr Verpackungen in Gelber Tonne gesammelt

WIEN. Die getrennte Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen in Wien hat 2025 deutlich zugelegt. Mehr als 15.000 Tonnen wurden über die Gelbe Tonne beziehungsweise den Gelben Sack erfasst, die Nettosammelmenge stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent. Die Altstoff Recycling Austria (ARA) und die MA 48 sehen darin einen Erfolg der ausgebauten Sammelinfrastruktur und verstärkter Informationsarbeit.

Die Zuwächse wurden trotz der Einführung des Einwegpfandsystems erzielt, das die Mengen bestimmter Verpackungen im Sammelsystem reduziert. Nach Angaben der Partner zeigt die Entwicklung, dass die seit 2023 geltende gemeinsame Sammlung aller Kunststoff- und Metallverpackungen im Alltag der Bevölkerung angekommen ist.

„14 Prozent mehr in der Gelben Tonne sind kein Zufall, sondern das Ergebnis eines durchdachten Zusammenspiels aus Infrastruktur, Information und Engagement der Wienerinnen und Wiener. Wien zeigt eindrucksvoll, dass Kreislaufwirtschaft im urbanen Alltag funktioniert, wenn alle an einem Strang ziehen. Jede korrekt getrennte Verpackung sichert wertvolle Rohstoffe für den Wertstoffkreislauf und reduziert den Bedarf an natürlichen Ressourcen. Abfalltrennung ist ein kleiner Handgriff im Alltag, der große Wirkung für Umwelt und Wirtschaft hat“, erklärt ARA-Vorstandssprecher Harald Hauke.

Mehr als 20.000 Gelbe Tonnen stehen in Wien in Wohnhausanlagen und an 4.400 Altstoffsammelinseln zur Verfügung. Zusätzlich sind rund 46.000 Einfamilienhaushalte an die Sammlung über den Gelben Sack angeschlossen. Begleitet wird das System von Informations- und Bildungsangeboten beider Organisationen, die von Kampagnen bis zur Abfallberatung in Schulen reichen.

„Richtig Müll trennen und damit etwas für die Umwelt tun, ist gar nicht so schwer. Das beweisen die Wienerinnen und Wiener täglich. Wir sammeln unter anderem weit über 15.000 Tonnen Kunststoff- und Metallverpackungen pro Jahr – ein weiterer wichtiger Schritt näher zu Zero Waste, zu einer Stadt ohne Verschwendung. Getrennte Sammlung ist gelebter Klimaschutz. Gemeinsam mit der ARA setzen wir weiterhin auf Aufklärung der Bevölkerung, deren Unterstützung wir weiterhin brauchen. Ein großes Dankeschön an alle Wienerinnen und Wiener für ihren bisherigen Einsatz. Bauts kan Mist!”, bittet Josef Thon, Leiter der MA 48.

Eine Ende 2025 im Auftrag der ARA durchgeführte IMAS-Studie zeigt zudem eine hohe Akzeptanz der getrennten Verpackungssammlung. Demnach bewerten 92 Prozent der Wiener die Idee der getrennten Sammlung mit „sehr gut“ oder „gut“. Knapp ein Drittel der Befragten gab an, künftig noch genauer beziehungsweise mehr trennen zu wollen. (red)

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