Ebay-Studie: Gebrauchter Luxus wird zum Mainstream
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RETAIL Redaktion 28.04.2026

Ebay-Studie: Gebrauchter Luxus wird zum Mainstream

Eine aktuelle Studie von Ebay zeigt einen deutlichen Wandel im Konsumverhalten.

WIEN. 80% der Verbraucher in Österreich kaufen gebrauchte Luxusartikel oder sind offen dafür. Luxus wird damit breiter zugänglich und verbindet zunehmend persönliche Leidenschaft mit dem Gedanken an Werterhalt. Second-Hand entwickelt sich dabei vom Nischenthema zum zentralen Bestandteil des Marktes. 45% haben bereits gebrauchte Luxusgüter gekauft oder verkauft, weitere 36% ziehen dies in Betracht. Gleichzeitig agieren Konsumenten immer häufiger auch als Verkäufer: 43% haben schon einmal Luxusartikel weiterverkauft. Luxus wird damit zu einer flexiblen Kategorie, die vom Kreislauf aus Kaufen, Besitzen und Wiederverkaufen geprägt ist.

Besonders sichtbar ist dieser Trend bei Luxusuhren. Fast die Hälfte der Befragten besitzt bereits ein entsprechendes Modell. Für 53% stehen dabei Emotion und Wertanlage gleichberechtigt im Fokus, während 31% primär aus persönlicher Leidenschaft kaufen und 14% vor allem den Investmentgedanken verfolgen.

Online-Plattformen gewinnen weiter an Bedeutung: 25% haben bereits eine Luxusuhr online gekauft. Ebay setzt hier auf Vertrauen durch Services wie Geld-zurück-Garantie sowie Unterstützung für Verkäufer entlang des gesamten Verkaufsprozesses. Mit weltweit mehr als 135 Mio. Käufern bietet die Plattform hohe Reichweite, was sich auch in der Marktdynamik zeigt: Die Zahl der Inserate für gebrauchte Uhren stieg 2025 gegenüber 2020 um mehr als 65%.
„Luxus wird heute zunehmend von Zugänglichkeit, Transparenz und Zirkulation geprägt“, sagt Sara Lapi. Besonders in Kategorien wie Uhren spiele das Zusammenspiel von Emotion, Herkunft und Wert eine zentrale Rolle.

Marken bleiben wichtig – 68% nennen sie als Kaufkriterium, mit Rolex, Cartier, Breitling und Omega an der Spitze. Gleichzeitig gewinnt Nachhaltigkeit an Bedeutung: Für ein Drittel beeinflusst sie die Kaufentscheidung. Insgesamt zeigt die Studie einen Luxusmarkt, der breiter, dynamischer und stärker von zirkulären Modellen geprägt ist – mit gebrauchten Produkten als wachsendem Kernsegment.

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