ST. WILLIBALD. Der oberösterreichische Süßwarenhersteller Guschlbauer hat seinen Export nach Deutschland im vergangenen Jahr um mehr als 20 Prozent gesteigert. Der deutsche Markt ist damit der wichtigste Ertrags- und Volumenbringer des Unternehmens. Mit neuen Listungen bei Rewe Deutschland und Rewe International konnte der Hersteller seine Präsenz im deutschen Lebensmittelhandel zuletzt weiter ausbauen.
Bis zu zwei Millionen Kekse, 1,2 Millionen Punschkrapfen und rund 130.000 Schaumrollen verlassen täglich die Fertigung in St. Willibald. Jede zweite Mehlspeise geht direkt nach Deutschland. Insgesamt beliefert Guschlbauer Kunden in 21 Ländern. Karl Guschlbauer: „Das Ergebnis dieser gezielten Handelsexpansion spiegelt sich in unseren Bilanzen wider: Innerhalb nur eines einzigen Jahres kletterte der Export nach Deutschland um mehr als 20 Prozent. Bereits heute überquert die Hälfte der gesamten Jahresproduktion die Grenze in Richtung Bundesrepublik.“
Expansion im deutschen Handel
Die Entwicklung nahm der deutsche Botschafter in Österreich, Vito Cecere, zum Anlass für einen Besuch der Backmanufaktur in St. Willibald. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Bettina Bundszus informierte er sich vor Ort über das Unternehmen und dessen Geschäftsentwicklung. Cecere sieht in Guschlbauer ein Beispiel für grenzüberschreitendes Unternehmertum: „Traditionelle österreichische Spezialitäten treffen in Deutschland exakt den Nerv der Zeit. Was die Familie Guschlbauer aufgebaut hat, ist ein Paradebeispiel für gelebtes, grenzüberschreitendes Unternehmertum. Seine Produkte verbinden handwerkliche Rezepturen mit der Leistungsfähigkeit, die ein anspruchsvoller Markt wie Deutschland heute verlangt“, so Vito Cecere.
Guschlbauer startete 2000 mit einer eigenen Fertigung und einer Produktion von rund 2.000 Stück pro Tag. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 100 Mitarbeiter und produziert ausschließlich in Österreich. Trotz der internationalen Ausrichtung steuert Firmengründer Karl Guschlbauer Kundenakquise und Vertrieb weiterhin persönlich. In den kommenden Jahren soll das Firmengelände um 50.000 m² erweitert werden. Damit will sich das Unternehmen für weiteres internationales Wachstum rüsten.
(red)