Inflation sinkt im Jänner auf 2,0 Prozent
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RETAIL Redaktion 05.02.2026

Inflation sinkt im Jänner auf 2,0 Prozent

WIEN. Die Inflationsrate liegt im Jänner 2026 laut Schnellschätzung von Statistik Austria bei 2,0 Prozent. Damit geht die Teuerung im Vergleich zum Jahr 2025 deutlich zurück und nähert sich wieder dem Niveau der zweiten Jahreshälfte 2024 an. Hauptverantwortlich dafür sind sinkende Energiepreise sowie eine verhaltene Entwicklung bei Industriegütern, während Dienstleistungen weiterhin den stärksten Preisdruck ausüben.

Im Monatsvergleich dürfte das allgemeine Preisniveau um 0,7 Prozent gesunken sein. Besonders stark wirkte sich der Rückgang der Energiepreise aus: Strom, Gas, Heizöl und Treibstoffe verbilligten sich deutlich, was die Inflationsrate im Vergleich zu Dezember 2025 um rund 1,2 Prozentpunkte dämpfte. Ausschlaggebend waren unter anderem das Ende des Basiseffekts der ausgelaufenen Strompreisbremse, eine gesenkte Energieabgabe sowie ein reduzierter Erneuerbaren-Förderbeitrag.

„Einer ersten Schätzung zufolge wird die Inflation im Jänner 2026 bei 2,0 % liegen. Damit sinkt die Teuerung in Österreich nach den hohen Inflationsraten des Jahres 2025 wieder auf die Werte der zweiten Jahreshälfte 2024. Dämpfende Effekte gingen von Strom, Gas, Heizöl und Treibstoffen sowie von Industriegütern aus“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

Industriegüter verteuerten sich im Jahresvergleich nur geringfügig um 0,8 Prozent. Auch Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol wiesen mit plus 2,7 Prozent eine moderatere Preisentwicklung auf als im Vorjahr und trugen damit weniger stark zur Gesamtinflation bei. Der Dienstleistungsbereich blieb mit einem Plus von 3,8 Prozent zwar der größte Inflationstreiber, sein Einfluss nahm jedoch gegenüber den Vormonaten ab, nachdem die Teuerungsraten 2025 noch deutlich über vier Prozent gelegen hatten.

Parallel zur Entwicklung des Verbraucherpreisindex stieg auch der harmonisierte Verbraucherpreisindex im Jänner um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sank jedoch im Monatsvergleich um 0,8 Prozent. Die endgültigen Indexstände sowie weitere Detailergebnisse für Jänner 2026 veröffentlicht Statistik Austria am 25. Februar. (red)

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