WIEN. Der ORF hat Kritik des FPÖ-Mediensprechers Christian Hafenecker an der für 30. Jänner geplanten ZIB Spezial zur Rede des Bundeskanzlers zur Lage in Österreich zurückgewiesen. Der öffentlich-rechtliche Sender erklärte, wichtige politische Stellungnahmen seien in der Vergangenheit wiederholt live ins Programm aufgenommen worden.
Liveübertragungen politischer Stellungnahmen
Der ORF verwies in diesem Zusammenhang auf eine Sondersendung am 12. Februar 2025 im ORF-2-Hauptabend, in der der damalige FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl ausführlich und live zum Scheitern der Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP Stellung genommen habe.
Vorwürfe gegen Gesundheitsexperten zurückgewiesen
Zudem wies der ORF einen in der Kronen Zeitung erhobenen Vorwurf zurück, wonach Siegfried Meryn aus seiner Präsenz als Gesundheitsexperte in ORF-Sendungen einen unerlaubten Vorteil ziehen würde. Diese Darstellung sei laut ORF haltlos. Es bestehe keine Unvereinbarkeit mit seiner Funktion als Stiftungsrat, alle gesetzlichen und redaktionellen Vorgaben würden eingehalten.
Rolle von Siegfried Meryn im ORF
Der ORF führte aus, dass Meryn dem Publikum seit Jahrzehnten in unterschiedlichen Sendungsformaten als Experte für Gesundheitsfragen zur Verfügung stehe. Die Zusammenarbeit habe lange vor seiner Tätigkeit als Publikums- und Stiftungsrat begonnen. Die Präsentation von Mitgliedern des Stiftungsrats sei in der Geschäftsordnung geregelt und erfolge nach denselben journalistischen Kriterien wie bei anderen Personen. Ein gesetzliches Verbot für Auftritte von Stiftungsräten in ORF-Sendungen bestehe nicht, zudem liege die redaktionelle Hoheit bei den zuständigen Redaktionen.
Der ORF hielt fest, dass Meryn als Mitglied des Stiftungsrats keine Honorare für seine Auftritte in ORF-Sendungen erhalte, auch nicht für seine Funktion als Vorsitzender des ORF-Gesundheitsbeirates. (red)
