„Innovation stärken statt bestrafen“
© APA/Helmut Fohringer
RETAIL Redaktion 10.07.2026

„Innovation stärken statt bestrafen“

Vor der abschließenden Budgetdebatte im Nationalrat appellierte der HV einmal mehr für „mutige Standortpolitik“.

WIEN. Zum Start der finalen Budgetdebatte im Nationalrat erneuerte der HV am Mittwoch seine Forderung nach einer standortfreundlichen Wirtschaftspolitik. Positiv bewertet die Interessenvertretung die geplante Senkung der Lohnnebenkosten, Kritik gibt es für die vorgesehene Erhöhung der Körperschaftsteuer sowie an der Einführung einer nationalen Paketsteuer. Diese würden Investitionen erschweren und die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen belasten.

Entlastung in Milliardenhöhe
„Österreich braucht mehr Wettbewerbsfähigkeit. Die Senkung der Lohnnebenkosten ist ein richtiger und längst überfälliger Schritt, für den wir uns allerdings noch bis 2028 gedulden müssen. Gleichzeitig werden Unternehmen durch höhere Unternehmenssteuern und neue Abgaben wieder zusätzlich belastet – und das schon sofort. Unterm Strich bleibt damit ein gemischtes Signal für den Wirtschaftsstandort“, resümiert HV-Geschäftsführer Rainer Will.

Ab 2028 soll der Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) von 3,7% auf 2,7% sinken – Unternehmen sollen dadurch österreichweit jährlich um rund zwei Milliarden Euro entlastet werden.

Pochen auf Strukturreformen
Der HV appelliert an die Abgeordneten, die Budgetdebatte auch „als Chance für eine langfristige Stärkung des Wirtschaftsstandorts zu nutzen“. Neben einer nachhaltigen Entlastung des Faktors Arbeit brauche Österreich vor allem „weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungsverfahren, mehr Investitionsanreize und verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen“.
Die Budgetkonsolidierung sei notwendig, doch wolle man den Standort stärken, müsse man „endlich mutige Strukturreformen angehen – bei den Ausgaben des Staates sparen und private Investitionen erleichtern“, so Will. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL