WIEN. Am 26. Mai wurde mit dem vom WWF initiierten Tag der Lebensmittelrettung auf das Ausmaß weltweiter Lebensmittelverschwendung aufmerksam gemacht. Rein rechnerisch gelten bis zu diesem Datum bereits jene Lebensmittel als verloren, die entlang der Wertschöpfungskette im Laufe eines Jahres verschwendet werden. Laut WWF entspricht das rund 40% aller weltweit produzierten Lebensmittel und verursacht etwa 10% der globalen Treibhausgasemissionen. In Österreich fallen jährlich mehr als 1,2 Millionen Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle an.
Die Rewe Group hat nach eigenen Angaben 2025 erneut Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung gesetzt. Insgesamt wurden über Billa, Billa Plus und Penny mehr als 25 Millionen Mahlzeiten-Äquivalente an soziale Organisationen gespendet. Fast alle Standorte arbeiten dafür mit Partnern wie der Team Österreich Tafel des Roten Kreuzes, der Caritas oder Sozialmärkten zusammen. Auch selbstständige Adeg Kaufleute spenden Lebensmittel oder verarbeiten diese weiter.
Darüber hinaus wurden 2025 bei Billa, Billa Plus, Penny, Adeg und Bipa insgesamt mehr als 1,5 Millionen sogenannte Rettersackerl verkauft. Darin enthalten sind unter anderem Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern oder beschädigter Verpackung zu vergünstigten Preisen. Zusätzlich kooperiert die Rewe Group mit „Too Good To Go“. Allein bei Billa wurden im Vorjahr rund 273.800 Gebäck-Rettersackerl verkauft.
Auch mit der Eigenmarke „Wunderlinge“ setzte das Unternehmen die Verwertung von Obst und Gemüse mit optischen Mängeln fort. Insgesamt wurden 2025 laut Rewe Group 5.335 Tonnen verkauft – ein Plus gegenüber 2024.
Im Bereich Eigenmarken setzt Ja! Natürlich zudem auf die Weiterverwertung von Reststoffen aus der Produktion. Daraus entstehen unter anderem Suppenfonds auf Basis von Gemüse, Knochen oder Fischkarkassen.
Nicht mehr verkaufbare oder spendbare Backwaren werden wiederum gemeinsam mit dem Futtermittelproduzenten Königshofer zu Tierfutter verarbeitet. Laut Rewe Group konnten dadurch 2025 insgesamt 2.736 Tonnen Brot und Gebäck vor der Entsorgung gerettet werden.
„Durch zahlreiche Initiativen konnten unsere Handelsgesellschaften 2025 insgesamt mehr als 25 Millionen Mahlzeiten spenden. Das ist keine Zahl, auf der wir uns ausruhen, sondern ein Ansporn“, erklärt Marcel Haraszti, Vorstand der Rewe International AG.
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