real:estate studio: AirportCity Vienna wächst weiter
Die AirportCity Vienna am Flughafen Wien entwickelt sich weiter zu einem der zentralen Business-Hubs der Ostregion. Im medianet-Format „real estate studio“ sprach Herausgeber Chris Radda mit Wolfgang Scheibenpflug, Senior Vice President der Flughafen Wien AG, und Verantwortlich für Real Estate und Landside Management über die Entstehung des Standorts, dessen strategische Bedeutung und das neue Büroprojekt Office Park 4 NEXT.
Scheibenpflug, der die Entwicklung der AirportCity seit 2013 prägt, beschreibt den Standort nicht als reinen Immobilienstandort, sondern als eigenständigen Wirtschaftsraum. „Wir errichten nicht nur Gebäude, wir betreiben und vernetzen sie“, sagte er im Gespräch. Neben Büro-, Logistik- und Hotelflächen seien vor allem Dienstleistungen entscheidend: Kindergarten, Konferenzbereich, Gesundheitszentrum, Postamt und Essensversorgung sollen Unternehmen und Beschäftigten den Alltag erleichtern.
Heute umfasst die AirportCity rund 250 Unternehmen mit etwa 23.000 Beschäftigten. Die Flughafen Wien AG sieht sich dabei nicht nur als Vermieter, sondern als Betreiber eines vernetzten Standorts. Eine eigene AirportCity App bündelt Informationen, Angebote und Kommunikation. Zusätzlich sollen Veranstaltungen wie After-Work-Formate oder Business Breakfasts die Community stärken. Diese konsequente Standortentwicklung wurde bereits mehrfach ausgezeichnet; unter anderem wurde die AirportCity sechsmal als bester Business Campus Österreichs prämiert.
Im Zentrum der aktuellen Entwicklung steht der Office Park 4 NEXT. Das neue Bürogebäude soll rund 17.000 Quadratmeter Fläche bieten und Anfang 2028 bezugsfertig sein. Besonderes Augenmerk legt die Flughafen Wien AG auf Nachhaltigkeit und Betriebskosten. Das Gebäude soll für Heizung und Kühlung CO2-frei betrieben werden. Dafür werden am Standort Geothermiebohrungen durchgeführt. „Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus“, betonte Scheibenpflug. Durch die Geothermie könnten die Betriebskosten gegenüber modernen Vergleichsgebäuden um rund 50 Prozent niedriger liegen.
Auch beim Abbruch des Altbestands setzte die Flughafen Wien AG auf Nachhaltigkeit. Statt eines klassischen Abrisses wurde ein zertifizierter Rückbau durchgeführt. Mehr als 90 Prozent des Materials konnten laut Scheibenpflug wiederverwendet werden; einzelne Teile blieben sogar direkt am Standort im Einsatz. Gleichzeitig hätten sich dadurch die Abbruchkosten etwa halbiert.
Trotz konjunktureller Unsicherheiten sieht Scheibenpflug gute Chancen für die Vermarktung. Gerade in Krisenzeiten sei ein One-Stop-Shop-Ansatz ein Vorteil: Unternehmen könnten sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, während Standortthemen wie Parken, Essen, Kinderbetreuung, Zertifikate oder Services bereits gelöst seien. Die Vermarktung des Office Park 4 NEXT sei vor wenigen Monaten gestartet, Gespräche mit mehreren größeren Interessenten liefen bereits.
Radda verwies im Gespräch auch auf die Rolle des Flughafens als Wirtschaftsmotor. Neben den Beschäftigten direkt am Standort hängen laut Scheibenpflug weitere 35.000 bis 40.000 Arbeitsplätze indirekt vom Flughafen Wien ab. Der Standort profitiert dabei von seiner Funktion als Mobility-Hub: mehr als 200 Destinationen, über 32 Millionen Passagiere im Vorjahr, die Anbindung an A4 und S1 sowie internationale Bahnverbindungen stärken die Position.
Für Scheibenpflug sind Airport Cities Wirtschaftsstandorte des 21. Jahrhunderts. „Überall, wo Mobilität stattfindet, wo Personen- und Warenverkehr stattfindet, entsteht Wohlstand“, sagte er. Die AirportCity Vienna soll davon weiter profitieren. Der Office Park 4 NEXT ist dafür der nächste sichtbare Schritt.
Weitere Videos
-
-
P8 Marketing GmbH – AI8 – Österreichs erste Marketing KI-Plattform im Echtbetrieb
-
Auris Immo Solutions GmbH / Malteser Hospitaldienst – Pflege – Ohne persönliches Engagement geht’s nicht
-
Value #45 Der Finanz Talk – Sauberster Finanzmarkt in der EU
-
medianet X-Night 2026 – All Worlds are Equal. Made of Numbers.
-
WPP Media Austria GmbH – Unser Job-Wachstum des Geschäfts der Kunden