agency log #116: and-us: Wachstum als gemeinsame Organisationsaufgabe

Die Wiener and-us GmbH hat sich im medianet-TV-Format „agency log“ als Agentur positioniert, die klassische Werbung, digitale Kommunikation und Unternehmensentwicklung enger zusammendenkt. Anlass des Studiogesprächs von Herausgeber Chris Radda mit den Geschäftsführern und Partnern Helmut Kosa und Sebastian Strobel war das aktuelle medianet-Ranking: and-us wurde bei den Full-Service-Kommunikationsagenturen auf Platz eins gewählt, bei den Digitalagenturen erreichte die Agentur Platz zwei.

Kosa sieht den Erfolg vor allem in einem bewusst breiter angelegten Geschäftsmodell. and-us sei „eine Mischung aus Strategieberatung, Organisationsentwicklung und Werbeagentur“. Ziel sei es, Kunden beim „nächsten Wachstumsschritt“ zu begleiten. Gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten werde eine klare Positionierung wichtiger, so Kosa: Unternehmen müssten wissen, wofür sie stehen, die Organisation mitnehmen und diese Haltung am Markt erlebbar machen.
Strobel beschreibt den Ansatz als Antwort auf ein strukturelles Problem vieler größerer Unternehmen: Marketing, Vertrieb, Innovation, Strategie und Organisation arbeiteten zu oft in Silos. Für Wachstum müssten diese Bereiche synchronisiert werden. Die zentrale Formel von and-us laute daher: klare Positionierung, gelebte Umsetzung in der Organisation und anschließend eine wahrnehmbare Erlebbarkeit am Markt. „Substanzielle Veränderung kann nur am Kern passieren“, sagte Strobel sinngemäß.

Wesentlich sei dabei die Arbeitsweise. and-us verstehe sich nicht als externer Dienstleister, der nach einem Briefing verschwindet und Wochen später fertige Lösungen präsentiert. „Wir warten nicht auf Briefings, wir gehen gemeinsam rein“, betonte Strobel. Mit Hypothesen und Prototypen solle früh Sicherheit im Prozess entstehen. Kosa ergänzte: „Wenn du bei uns in Termine reinkommst, wirst du nicht erkennen, wer Kunde ist und wer and-us ist.“ Entscheidend sei ein gemeinsames Team, das an gemeinsamen Zielen arbeite.

Die Kunden, die sich auf diesen Prozess einlassen, hätten meist Veränderungswillen oder Veränderungsdruck. „Man wird sich nicht unterscheiden können, wenn man alles so macht wie bisher“, sagte Kosa. and-us arbeite häufig mit Herausforderern, die ihre Marktposition ausbauen wollen. Als Beispiele nannte er Penny, IKEA, Manner und die Donau Versicherung. Am Anfang stehe dabei meist die Schärfung der Positionierung: Was macht ein Unternehmen aus, wofür steht es – und wofür nicht?
Gerade hier sieht Kosa eine Stärke aus der Werbung, die auch in der Organisationsentwicklung wirke: „Werbung heißt verdichten und aufs Wesentliche reduzieren.“ Diese Fähigkeit helfe, Strategien nicht nur auf Vorstandsebene zu formulieren, sondern in großen Organisationen verständlich und wirksam zu machen. Ansprechpartner seien daher nicht nur Marketingabteilungen, sondern auch Geschäftsführung, Vorstand, HR, Strategie, interne Kommunikation, PR und Vertrieb.

Als Erfolgsbeispiel nannte Strobel IKEA. Trotz eines schwierigen Möbelmarkts habe die Marke in Österreich gemeinsam mit and-us Wachstum erzielen können. Entscheidend seien Fokus, Veränderungswille und die gemeinsame Arbeit an messbaren Unternehmenszielen gewesen. Kosa formulierte den Anspruch deutlich: „Wir sind Wachstumsberater“ – und daran lasse man sich auch messen.

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