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Hightech-Butler © Philipp Lipiarski (2)

Der Roboter ist mit vier Laden und einem Kühlschrank ausgestattet, die Produktauswahl erfolgt über den Touchscreen.

© Philipp Lipiarski (2)

Der Roboter ist mit vier Laden und einem Kühlschrank ausgestattet, die Produktauswahl erfolgt über den Touchscreen.

Redaktion 06.05.2022

Hightech-Butler

Für den Zimmerservice setzt das Radisson Red Vienna den smarten Roboter Jeeves ein.

••• Von Britta Biron

WIEN. „Bei der Ausstattung der Zimmer haben wir uns bewusst dazu entschieden, keine Minibar einzubauen. Dank Jeeves können unsere Gäste jedoch trotzdem rund um die Uhr bedient werden, ohne dass das Personal eingespannt werden muss”, erklärt Daniel Twerenbold, Regional Director Switzerland, Italy, Austria & South East Europe der Radisson Hotel Group, die Entscheidung für den Hightech-Butler des deutschen Herstellers Robotise.

Entlastung für …

Der Roboter ist mit einem integrierten Kühlschrank und vier Schubladen – zwei für Getränke, eine für Snacks und eine für Produkte wie zum Beispiel Zahnbürsten, Decken oder Hausschuhe – ausgestattet.

Um eine Bestellung zu tätigen, muss der Gast lediglich die „7” am Zimmertelefon wählen. Eine Computerstimme fragt die Wünsche ab und informiert darüber, wann Jeeves losfährt und wann er mit der Lieferung ankommen wird.
Der Roboter findet durch Sensoren, die mit der cloudbasierten digitalen Plattform der Kone-Aufzüge vernetzt sind, eigenständig seinen Weg durch die Etagen und Gänge des Hotels.
Vor der Türe des Hotelzimmers angekommen, sucht der Kunde sich am Bildschirm die gewünschten Produkte aus, woraufhin sich die entsprechenden Schubladen öffnen. Der Betrag wird auf der Zimmerrechnung verbucht.
Das Interesse der Gäste an dem rollenden Kammerdiener ist groß, teilweise wird er nur gerufen, um ein Selfie mit ihm zu machen.

… das Hotelpersonal

Die bisherigen Erfahrungen mit dem Serviceroboter, der bereits in einigen Radisson-Häusern eingesetzt wird, sind durchwegs positiv, eine Konkurrenz für seine menschlichen Kollegen ist er trotzdem nicht.

„Eine Maschine kann Kreativität, Empathie und persönlichen Service nicht ersetzen. Deswegen bauen wir auf unser geschultes und freundliches Service-Personal, das unseren Gästen den bestmöglichen Aufenthalt garantiert, und nutzen Technologie, um den Menschen dafür mehr Zeit einzuräumen”, sagt Twerenbold.

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