Volatile US-Zinsmärkte
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Die US-Notenbank Fed (Bild) wird heuer die Zügel beim Dollar etwas locker lassen, meinen die Erste Group-Experten.
FINANCENET Redaktion 30.01.2026

Volatile US-Zinsmärkte

Die US-Notenbank Fed wird 2026 ihre geldpolitische Ausrichtung angesichts eines schwachen Arbeitsmarkts weiter lockern.

WIEN. Die US-Leitzinsen werden sich im ersten Halbjahr von der aktuellen Obergrenze von 3,75% einem neutralen Niveau weiter annähern. Im späteren Jahresverlauf prognostizieren die Experten des Erste Group Research dann aber einen Anstieg der US-Renditen aufgrund steigender Inflationsprämien. „In der Eurozone rechnen wir 2026 mit einem stabilen Leitzinsniveau (Einlagenzinssatz bei 2,0%). Die aufwärts gerichteten Konjunkturrisiken der Eurozone und das ansteigende Neuemissionsvolumen Deutschlands sorgen aus unserer Sicht ebenso für etwas höhere deutsche Renditen im Jahresverlauf“, so die Erste-Analysten.

Im Fokus: Stablecoins
Stablecoins stehen im Blickpunkt der Märkte, weil sie die erste bedeutende Verknüpfung der Finanzwelt mit der Blockchain-Technologie sind. Beschleunigt wurde diese Entwicklung durch die Schaffung eines rechtlichen Rahmens seitens der US-Regierung. Der niederschwellige Zugang zu US-Dollar-Stablecoins kann die Rolle des Dollars als Wertaufbewahrungsmittel in Emerging Markets weiter zementieren. Davon abgesehen sind Stablecoins ein neuer Kanal über den zukünftig Fragilitäten ins globale Finanzsystem transportiert werden könnten. (rk)

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