WIEN. „Österreich braucht Ärzte, und Ärzte brauchen gute Deutschkenntnisse“, sagt Thomas Stiglbrunner, der im Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) für digitales Lernen zuständig ist. Gemeinsam mit der Wiener Ärztekammer bietet der ÖIF daher nun neue Online-Kurse mit dem Titel „Deutsch für Ärzte“ an. Die Kurse richten sich an im Ausland ausgebildete Ärzte mit bereits fortgeschrittenen Deutschkenntnissen. Sie bereiten nicht nur auf die Kommunikation mit Kollegen und Patienten vor, sondern unterstützen auch bei der Vorbereitung auf die Fachsprachprüfung der Ärztekammer – die Voraussetzung für die Genehmigung der ärztlichen Berufsausübung in Österreich.
„Alles gegen Mangel tun“
„Wenn wir von einem Mangel an Ärzten sprechen, dann müssen wir konsequenterweise auch alles dazu tun, um diejenigen niederschwellig zu unterstützen, die in Österreich ärztlich Fuß fassen wollen“, sagt Johannes Steinhart, Präsident der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien über das neue Angebot. Und weiter: „Eine hohe Sprachkompetenz dient auf allen Ebenen der ärztlichen Tätigkeit und ist für eine bestmögliche Betreuung der Patienten unerlässlich.“ Die Kurse bestehen aus 90-minütigen Live-Online-Einheiten auf dem ÖIF-Sprachportal, finden wöchentlich statt und sind kostenlos. Sie werden von einem Team aus einer Sprachlehrkraft und einer Ärztin bzw. einem Arzt geleitet. Lerninhalte sind zehn Themenbereiche aus dem Klinikalltag. Dazu zählen etwa das Erstellen eines Anamnesebogens, Gespräche mit Patienten, Angehörigen und auch mit Fachpersonal. Unterlagen wie Abkürzungslisten, Checklisten und Fallvignetten werden ebenfalls im Unterricht verwendet. Mit Quizzes und Gruppenarbeiten sollen zudem der Austausch und die Anwendung der erlernten Inhalte gefördert werden.
Kurse für Pflegepersonen
Neben dem neuen Deutschkurs für Ärzte bietet der ÖIF auf seinem Online-Sprachportal auch die kostenlosen Kurse „Deutsch lernen für die Pflege“ und „Deutsch für die Erste Hilfe“ für Pflegepersonen und Rettungskräfte an.
Starker Anstieg bei rechtlicher Beratung für Journalisten
Die Beratungsfälle des Rechtsdiensts Journalismus nehmen zu. Suchten Journalisten von Herbst 2022 bis 2023 noch 66 Mal rechtlichen Rat, war es von Herbst 2024 bis 2025 mit 118 fast
