•• Von Sabine Stehrer
WIEN. Takeda Österreich mit seinen rund 4500 Mitarbeitenden wurde kürzlich als Great Place to Work zertifiziert. Auch das NestorGold-Gütesiegel für eine alters- und generationengerechte Organisationsstruktur hat das biopharmazeutische Unternehmen erhalten. Zudem wurde es für seine herausragende Employee Experience und das Engagement für Inklusion prämiert. Im Interview mit medianet erzählt Alexandra Hilgers, Vorstandsmitglied und Head of HR, wofür das Unternehmen die Auszeichnungen erhalten hat.
medianet: Was hat Takeda Österreich für seine Auszeichnungen getan?
Alexandra Hilgers: Wir können Mitarbeitenden viele Möglichkeiten bieten, weil wir an der gesamten Wertschöpfungskette arbeiten und es viele Positionen gibt. Abgesehen davon ist es uns wichtig, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, wo Menschen ihr ganzes Ich einbringen können, und das in jeder Lebensphase. Wir bieten verschiedene Arbeitszeitmodelle an und haben Angebote etabliert wie den Betriebskindergarten, das Fitnesscenter, Beratungen und Coachings. Oder auch eine Unterstützung, wenn Mitarbeitende in eine schwierige Situation geraten. Und dann fördern wir noch Lifelong Learning.
medianet: Wie ist diese Förderung vorstellbar?
Hilgers: Wir evaluieren, welche Talente und Fähigkeiten wir in Zukunft brauchen und arbeiten stark daran, zu verstehen, welches Talent jedes Teammitglied hat, was es lernen möchte und wie dies in das Unternehmen eingebracht werden kann. Um sich um das persönliche Learning und die Weiterentwicklung zu kümmern, stehen allen Mitarbeitenden pro Monat drei Stunden zur Verfügung. Das Learning kann bedeuten, digitale Angebote in Anspruch zu nehmen. Es kann aber auch eine Jobrotation sein oder der Besuch einer Konferenz.
medianet: Lernt bei Ihnen auch noch jemand kurz vor der Pension?
Hilgers: Eine Lernkultur zu leben bedeutet, Lernen so zu verstehen, dass ich in mich selbst investiere und diese Investition mitnehmen kann, selbst wenn ich in ein anderes Unternehmen wechsle oder in die Pension.
medianet: Profitieren auch Patienten von Ihrer Unternehmenskultur?
Hilgers: Dadurch, dass wir immer am Puls der Zeit sind, können wir neue Technologien entwickeln, Produkte weiterentwickeln, und Innovationen betreiben, die Verbesserungen im Leben der Patienten bringen.
medianet: Nennen Sie bitte ein Bespiel für eine Verbesserung.
Hilgers: Durch unsere Entwicklungen müssen Patienten mit seltenen und komplexen Erkrankungen wie Immundefekten oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen nicht mehr zur Behandlung ins Krankenhaus, sondern können sich selbst behandeln. Ein weiteres Beispiel sind unsere Life-Saving-Shipments. Wir schaffen es binnen weniger Stunden, überlebenswichtige Medikamente, die von Patienten mit seltenen, komplexen Erkrankungen am anderen Ende der Welt gebraucht werden, dorthin zu bringen.
