WIEN. Der Trend beim Arbeitsschutz geht aus Sicht von Gesundheits- und Sozialministerin Korinna Schumann genau in die richtige Richtung: „Der vorliegende Tätigkeitsbericht der Arbeitsinspektion für die Jahre 2023 und 2024 zeigt eindrucksvoll, welche bedeutende Rolle die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsinspektion für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich einnehmen“, fasst die Ressortchefin zusammen. Neben Routinekontrollen seien auch Schwerpunktaktionen wichtig, um Betriebe mit besonderen Gefahren und Herausforderungen gezielt kontrollieren und beraten zu können.
Weniger Covid-19-Fälle
Laut dem angesprochenen Tätigkeitsbericht sind Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten in Österreich gleichermaßen rückläufig. Parallel dazu hat die Arbeitsinspektion ihre Kontroll- und Beratungstätigkeit ausgebaut. Konkret wurden im Jahr 2023 insgesamt 79.240 Arbeitsunfälle gezählt, im Vorjahr gab es einen leichten Rückgang auf 78.798 – 60 Fälle davon waren tödlich. Über einen längeren Zeitverlauf betrachtet, zeigt sich eine anhaltend rückläufige Tendenz: So waren in den Jahren vor der Pandemie 2018 und 2019 jeweils rund 90.000 Arbeitsunfälle zu verzeichnen.
Bei den Berufskrankheiten ist die Statistik noch deutlicher: Die erfassten Fälle sind von 2.807 im Jahr 2023 auf 1.369 im Vorjahr gesunken. Grund dafür waren vor allem weniger von Covid-19 Betroffene. Die am häufigsten anerkannte Berufskrankheit ist durch Lärm verursachte Schwerhörigkeit. An zweiter Stelle stehen Infektionskrankheiten, die zum Großteil weibliche Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen treffen. Berufskrankheiten durch Asbest stehen an dritter Stelle.
Mehr Kontrollen durchgeführt
Die Arbeitsinspektion hat im Jahr 2023 insgesamt 52.253 Kontrollen durchgeführt, im Vorjahr waren es 56.423. Bei 47,5% der Kontrollen wurden Gesetzesübertretungen festgestellt. Schwerpunktaktionen widmeten sich unter anderem dem Themen Muskel- und Skeletterkrankungen.
Starker Anstieg bei rechtlicher Beratung für Journalisten
Die Beratungsfälle des Rechtsdiensts Journalismus nehmen zu. Suchten Journalisten von Herbst 2022 bis 2023 noch 66 Mal rechtlichen Rat, war es von Herbst 2024 bis 2025 mit 118 fast
