ÖGK: Defizit sinkt
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Peter McDonald, aktuell an der Spitze der ÖGK, verweist auf den internen Konsolidierungskurs und Zusatzeinnahmen.
HEALTH ECONOMY Redaktion 22.05.2026

ÖGK: Defizit sinkt

Die Bilanz 2025 fällt für die Krankenversicherungen besser aus, als erwartet. Ein Trend, der anhalten könnte.

••• Von Evelyn Holley-Spiess

WIEN. Es gibt Zeiten, in denen man sich selbst über ein dreistelliges Millionendefizit erleichtert zeigt. So geschehen nach der jüngsten Gebarungsübersicht für die gesetzlichen Krankenversicherungsträger. Vor allem die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK), die in der Vergangenheit mit desaströsen Meldungen zum erwarteten Abgang Schlagzeilen gemacht und vor gut einem Jahr noch ein Minus von 906 Mio. € erwartet hatte, konnte den Abgang im Vorjahr letztlich auf 156,3 Mio. € drücken. Auch die Aussichten für 2026/2027 haben sich verbessert: Laut aktueller Prognose rechnet man heuer mit minus 217,8 Mio. €, im kommenden Jahr mit minus 398,8 Mio. €. Zum Vergleich: In der Februar-Prognose dieses Jahres war die Lücke noch mit minus 431 Mio. (2026) und 687 Mio. € (2027) beziffert.

Für den positiven Trend, der für manche Bevölkerungsgruppen durchaus schmerzhafte Nebenwirkungen durch diverse Einsparungen mit sich bringt, sehen sich unterschiedliche Stakeholder verantwortlich. „2025 zeigt, dass unsere Maßnahmen zu wirken beginnen“, resümiert Peter McDonald, der als Arbeitgebervertreter im aktuellen Halbjahr an der ÖGK-Spitze steht. Zum einen führt er die interne Konsolidierung ins Treffen: 300 gestrichene Dienstposten, der Start der Reduktion der Verwaltungsflächen um zehn Prozent und eine Gehaltserhöhung für die Kassenmitarbeiter „merklich unter der Inflation.“

Zum anderen kann die ÖGK auf zusätzliche Einnahmen durch die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge für Pensionisten bauen. Entsprechend deutlich fällt der Kommentar von Birgit Gerstorfer, Präsidentin des Pensionistenverbandes Österreichs, aus: Es seien „ausschließlich die Pensionisten“ gewesen, die „die Krankenkasse saniert haben“. Dass sich McDonald mit dem nunmehr gesunkenen Abgang brüste, sei „eine grobe Verzerrung der Tatsachen“. Die Bilanz für 2025 fällt im übrigen auch bei den anderen Trägern besser aus, als erwartet: Die BVAEB weist einen Verlust von 100 Mio. € aus (Februarprognose: 127,4 Mio. €), die SVS bilanziert positiv mit einem Gewinn von 75,9 Mio. €.

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