„Kronen Zeitung“ bekommt mit Ex-McKinsey-Manager Clemens Schwaiger einen neuen Sprecher der Geschäftsführung
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Die „Kronen Zeitung“ hat ab 1. Juli mit Clemens Schwaiger einen neuen Sprecher der Geschäftsführung.
MARKETING & MEDIA Redaktion 30.06.2026

„Kronen Zeitung“ bekommt mit Ex-McKinsey-Manager Clemens Schwaiger einen neuen Sprecher der Geschäftsführung

Schwaiger war McKinsey-Manager und Berater von „Krone“-Herausgeber Dichand.

WIEN. Die Kronen Zeitung hat Clemens Schwaiger (47) ab 1. Juli als neuen Sprecher der Geschäftsführung bekannt gegeben. Der frühere Associate Partner bei McKinsey Österreich übernimmt die Gesamtsteuerung der Krone-Gruppe und verantwortet laut „Krone“ „die strategische Weiterentwicklung des Hauses, das Beteiligungsmanagement und den Aufbau neuer Geschäftsfelder“.

Schwaiger war laut „DerStandard“ zuletzt als Berater von Herausgeber Christoph Dichand in die „Kronen Zeitung“ geholt worden und ist Mitglied im Aufsichtsrat einer Krone-Verlagsgesellschaft. Seinem LinkedIn-Profil zufolge war er davor Global Head of Media bei Arthur D. Little, gründete ein E-Commerce-Startup und war Chief Product Officer im Bundesrechenzentrum.

Bisherige Geschäftsführer bleiben an Bord
Gerhard Valeskini und Michael Tillian verbleiben als Geschäftsführer und konzentrieren sich künftig stärker auf ihre Kernbereiche: Valeskini auf Leser- und Werbemarkt, Tillian auf Finanzen, IT, Druck und Logistik. Beide sind auch Geschäftsführer des „Krone“-„Kurier“-Verlags Mediaprint. Die „Krone“ beschreibt die Neuaufstellung als „Kurs des Wachstums“ mit Fokus auf publizistische Qualität, den Ausbau digitaler Angebote und neue Erlösquellen. Der Betriebsrat sei in die anstehenden Schritte eng eingebunden.

Eigentümerstreitigkeiten im Hintergrund
Der Personalwechsel vollzieht sich laut „DerStandard“ vor dem Hintergrund komplexer Eigentümerverhältnisse. Die Gründerfamilie Dichand hat Ende 2025 die Übernahme von 50 Prozent an der „Kronen Zeitung“ von der deutschen Funke-Mediengruppe abgeschlossen. Christoph Dichands Schwester Johanna habe eine innerfamiliäre Vereinbarung über die Anteile beeinsprucht und verlange bessere Konditionen; sie halte 12,5 Prozent. Bruder Michael Dichand starb im April offenbar ohne Testament; er hielt ebenfalls 12,5 Prozent. Auch Mutter Helga Dichand, die 2024 verstarb, hielt 12,5 Prozent. Beide Verlassenschaften seien laut „DerStandard“ noch nicht abschließend geregelt. (red)

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