WIEN. Die Druck- und Medienbranche steht unter großem wirtschaftlichen Druck und sieht Verbesserungsbedarf bei Kosten, Bürokratie sowie Vergabekriterien. Kritisiert wird eine zunehmende öffentlicher Auftragsvergabe an Auslandsfirmen. "59 Prozent der befragten Unternehmen erwarten 2026 einen geringeren Umsatz als im Vorjahr, nur zwölf Prozent rechnen mit einem moderaten Plus. Auch die aktuelle Auftragslage wird nur mit 'Befriedigend' bewertet", warnt der Verband Druck Medien.
Dessen Geschäftsführer Peter Sodoma forderte am Mittwoch "Rahmenbedingungen, die unternehmerisches Handeln erleichtern und Investitionen ermöglichen". Er nennt vier Punkte: Die Senkung der Lohnnebenkosten, den Abbau von teurem Verwaltungsaufwand und Chancengleichheit bei öffentlichen Auftragsvergaben. Hier wünscht sich der Verband Druck Medien eine verstärkte Berücksichtigung von Kriterien wie Nachhaltigkeit, Transportwege, Qualität oder die Sicherung von Arbeitsplätzen.
Als vierten Bereich fordert Sodoma eine erleichterte Finanzierung von Innovationen. "Damit die Druck- und Medienbetriebe notwendige Zukunftsinvestitionen wie in KI und Energie tätigen können, ist ein besserer Zugang zu Förderungen und Investitionskrediten erforderlich" so sein Appell. (APA)