Forstinger schafft Rückkehr in die Gewinnzone
© Christian Dusek
Rudolf Bayer
RETAIL Redaktion 14.08.2026

Forstinger schafft Rückkehr in die Gewinnzone

Der Sanierungskurs von Forstinger zeigt Wirkung.

WIEN. Nachdem sich der wirtschaftliche Turnaround bereits im vergangenen Geschäftsjahr abgezeichnet hatte, erwartet der Autozubehör- und Werkstattspezialist für 2026 wieder ein klar positives operatives Ergebnis. „Unser konsequenter Fokus auf Auto, Werkstattservice und transparente Fixpreisangebote erweist sich als absolut richtig“, sagt Forstinger-Geschäftsführer Rudolf Bayer. Während im Vorjahr noch ein Verlust angefallen sei, rechne das Unternehmen heuer wieder mit einem Ergebnisplus.

Zum Wachstumstreiber entwickelt sich insbesondere das Werkstattgeschäft. Der Service-Anteil am Umsatz erhöhte sich von 8% vor zwei Jahren auf 15% im Vorjahr und aktuell 18%. Besonders Reparaturen, Öl- und Reifenservice sowie §57a-Überprüfungen verzeichnen laut Unternehmen deutliche Zuwächse. Auch das gestiegene Kostenbewusstsein der Autofahrer und der schneereiche Winter hätten die Nachfrage unterstützt.
Auf Basis der positiven Entwicklung will Forstinger sein Filial- und Werkstättennetz weiter ausbauen. Gesucht werden österreichweit insbesondere bestehende Autohäuser mit 700 bis 1.000 m² Fläche und Werkstätten mit zwei bis vier Arbeitsplätzen. Vorzugsweise sollen die Standorte gemietet werden. Vergleichbare Übernahmen wurden bereits in Neunkirchen, Wien-Floridsdorf und Baden umgesetzt.
„Die Babyboomer gehen in Pension und für ihren Betrieb findet sich möglicherweise keine Nachfolge-Lösung“, sagt Bayer. Forstinger sieht darin Potenzial für weitere Standorte.

Das Unternehmen mit Sitz in Tulln erzielte im Geschäftsjahr 2025 rund 75 Mio. Euro Umsatz und beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter. Österreichweit betreibt Forstinger 69 Filialen, an die 68 Fachwerkstätten angeschlossen sind.

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